Frage im Expertenforum Milch und Beikost - Ernährung von Babys und Kleinkindern an Dipl. Ing. (FH) Alina Schwiontek:

Baby 11 Monate isst schlecht/keinen Mittagsbrei

Dipl. Ing. (FH) Alina Schwiontek

Dipl. Ing. (FH) Alina Schwiontek
Dipl. Ing. (FH) Ernährungs- und Hygiene­technik Zert. Ernährungs­therapeutin QUETHEB e.V. Allerg. Ernährungs­fachkraft DAAB e.V.

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Frage: Baby 11 Monate isst schlecht/keinen Mittagsbrei

Elfriede1502

Hallo, meine Tochter wird Anfang Mai 1 Jahr alt und wir haben diverse Schwierigkeiten beim Essen. Wir haben mit 5 Monaten im Oktober mit der Beikost in Form von Karotten-/Kürbis-/Pastinakenbrei angefangen. Hier hat sie Anfangs ganz gut gegessen, aber sie hat dann viel beim Essen geweint und verweigerte komplett, als ich Kartoffel hinzugefügt. Wir haben dann im November eine Breipause gemacht, nachdem wir Finger Food versucht haben und sie das auch nicht essen wollte.  Nach der Breipause von ein paar Tagen hat sie eigentlich ganz gut gegessen und auf Nachfrage bei unserem Kinderarzt meinte dieser ich soll ihr einfach schon ein kompletten Gemüse-, Kartoffel-, Fleischbrei anbieten irgendwann wird sie schon essen. Wir haben ihr dann auch ganze Menüs vorgekocht und eingefroren. Gekaufte Gläschen haben wir auch probiert zu geben, die isst sie gleich gut/schlecht wie selbst gekocht.  Im Januar haben wir testweise versucht den Abendbrei zu geben, den akzeptiert sie gut und isst, je nach dem wie müde sie Abends ist, oft auch leer oder fast ganz leer.  Den Nachmittagsbrei haben wir ungefahr Anfang März eingeführt. Den isst sie auch sehr gut.  Nur Mittags ist es nach wie vor ein "Kampf".   Da sie ein Flaschenkind ist, habe ich ihr bis vor ein paar Wochen wenn sie überhaupt nichts bzw. nur 1-2 Löffel Brei gegessen hat immer eine Milch gegeben, damit sie überhaupt was zu sich nimmt. Deswegen habe ich beim Kinderarzt nochmal nachgefragt, da hat die Arzthelferin zu mir gesagt, dass ich ihr rigoros keine Milch mehr Mittags geben soll. Damit sie merkt, dass es keinen Ersatz mehr gibt, wenn sie nicht richtig isst.  Wasser hat sie meist zum Abendbrei Schluckweise getrunken, aber nicht wirklich viel. Seit gestern trinkt sie leider auch kaum noch Wasser. Tee wollte sie auch nicht. Anbieten tu ich ihr Wasser über den ganzen Tag verteilt.  Sie bekommt zwischen 07.00 Uhr und 07.30 Uhr ein Fläschen mit 235 ml Premilch. Dann meistens so um 10.00 Uhr ein Fläschen mit 200 ml Premilch. Manchmal trinkt sie beides leer, manchmal bleibt was übrig. Das ist immer unterschiedlich.  Um ca. 13.00 Uhr ist Mittagsbreizeit.  Um ca. 15.30 Uhr bis 16.00 Uhr gibts den Nachmittagsbrei und Abendbrei zwischen 18.00 Uhr und 19.00 Uhr. Sie schläft in der Regel nach dem 2. Fläschen bis zum Mittagessen.  Seit 3 Wochen ungefähr fängt sie an sich Essen selbst in den Mund zu stecken. Wir haben ihr deswegen schon ein paar Mal Brot, Nudeln, Bananenpancakes, herzafte Waffeln angeboten. Das nimmt sie ganz gut an, isst aber keine riesen Mengen.  Sie hat bisher ganz ordentlich zugenommen, aber die letzten Wochen stagniert ihr Gewicht. Ich weiß nicht, ob das daran liegt, dass sie gewachsen ist und sich das Gewicht dadurch mehr verteilt. Sie wirkt nicht, als ob es ihr schlecht geht. Sie ist aktiv, fängt an sich überall hochzuziehen, kann seit letzter Woche Krabbeln (davor ist sie auf dem Bauch gerobbt).  Leider verliere ich mittlerweile oft die Nerven, wenn sie mal wieder ihren Brei nicht isst. Ich versuche jedes Mal ohne Druck und Zwang mit ihr hinzusitzen, es gelingt mir leider immer seltener. Ich denke, dass sie das auch spürt und es teilweise schon auch an mir liegt, dass sie so schlecht isst. Bei meinem Mann klappt es ein bisschen besser. Aber ich mach mir langsam richtig Sorgen. Ist das insgesamt noch zu viel Milch? Hat sie deswegen Mittags keinen Hunger? Oder ist doch auf keinem schlechten Weg und braucht einfach noch die Zeit?  Vielen lieben Dank!


Dipl. Ing. Schwiontek

Dipl. Ing. Schwiontek

Hallo, Wichtig in Ihren Fall wäre:  Sie sollten auf jeden Fall viele nächtlichen Mahlzeiten beenden. Ihr Kind hat dann tagsüber einfach keinen Hunger. Bitte beschränken Sie es auf eine Flasche. Versuchen Sie Ihrem Kind ohne Ablenkung Essen oder auch die Flasche zu geben. Ihr Kind muss lernen, dass Gefühl von Hunger und Sättigung zu erkennen. Halten Sie weiterhin regelmäßige Mahlzeiten ein, hier könnten drei Stunden Abstand ein guter Richtwert sein. Seien Sie Vorbild, essen Sie mit Ihrem Kind zusammen, denn hier lernt es am meisten. Bitte keine Snacks zwischen den geplanten Mahlzeiten geben, auch die sättigen und es kann kein richtiger Hunger entstehen. Hat ein Kind keinen Hunger isst es nur Miniportionen. Solange das Gewicht in Ordnung ist, müssen Sie sich keine Sorge machen. Jedes Kind entwickelt sich anders. Die einen krabbeln mit 10 Monaten, andere laufen schon. Die einen essen mit 10 Monaten vom Tisch mit, der nächste erst mit 15 Monaten. Bauen Sie sich und dem Kind keinen allzu großen Druck auf. Das wird alles.  Ich würde Ihrem Kinderarzt zustimmen und die Flaschen gänzlich streichen.  Sollte die Esssituation nicht besser werden, besprechen Sie dies und Ihre Sorgen nochmals ausführlich mit dem Kinderarzt oder suchen sich wohnortnah eine Ernährungsberatung, die sich mit Kindern auskennt: quetheb.de, vdoe.de, vdd.de Viel Erfolg, Alina Schwiontek


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