Mitglied inaktiv
Hallo Christiane, mein Freund und ich habe in vielen Bereichen sehr unterschiedliche Vorstellungen, wie wir unsere Tochter (gerade 1 Jahr alt) erziehen wollen, wo wir Grenzen setzen usw. Z.B. stört es mich nicht, wenn sie, was sie über alles liebt, das Altpapier ausräumt. Ich räume lieber hinterher mit ihr zusammen auf, als dass ich dazu auch noch ständig "nein" sagen muss. Es gibt ja schließlich schon genug Sachen, die ich ihr verbieten muss, da sie für die Kleine gefährlich werden können. Mein Freund schimpft mit ihr, wenn sie an das Altpapier geht. Dafür ist es mir aber wichtig, dass sie zu geregelten Zeiten isst und dabei auch am Tisch sitzt, während mein Freund ihr erlaubt, dabei zu spielen und durch die Wohnung zu laufen. Diese Liste könnte ich endlos fortführen. Es gelingt uns auch nicht, uns da auf bestimmte Vorgehensweisen zu einigen. Daher meine Frage: Ist das für so ein kleines Kind verständlich, dass bei Papa andere Regeln gelten als bei Mama? Oder bekommt sie dadurch keine klaren Grenzen und zu wenig Orientierung? Kann ihr das schaden? Es würde mich auch interessieren, wie andere Eltern damit umgehen? Seid Ihr immer einer Meinung? Oder wie regelt Ihr das LG Sabine
Christiane Schuster
Hallo Sabine In jedem Fall sollten Ihr Freund und Sie sich in einigen grundlegenden Erziehungsmethoden einigen. Ihre Tochter wird sonst ständig hin und hergerissen und lernt nicht sich sicher orientieren zu können. Schließen Sie Kompromisse und kommen Sie sich gegenseitig auf halbem Weg entgegen. Für Ihre Tochter wird es noch sehr schwer sein, z.B. Altpapier von Restmüll zu unterscheiden und zu erkennen, das Tische, Stühle, Fußböden beschmutzt werden, wenn sie sich mit Essensresten bewappnet durch die Wohnung spielt. Diese Liste kann beliebig fortgesetzt werden. Überlegen Sie gemeinsam, welche Regeln für Ihre Tochter notwendig sind um sich in ihrer Umgebung angemessen verhalten zu können. Tun Sie es für Ihre Tochter! Liebe Grüße und: bis bald?
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