Frage im Expertenforum Erziehung an Christiane Schuster:

Konsequenzen aufzeigen

Frage: Konsequenzen aufzeigen

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Hallo Frau Schuster, meine Tochter ist 22 Monate alt. Sie ist sehr selbständig, kann sich sehr gut verständigen und meiner Meinung nach versteht sie sehr viel. Auch von Zeit ("morgen") hat sie durchaus eine Vorstellung. Unser Problem ist im Moment das Zähne putzen. Sie will es absolut alleine tun ("Ich kann selbst!"). Alle Tricks wirken nur kurzfristig. So kammt es immer wieder zu äußerst heftigen Rangeleien - ich will "nachputzen" (wohlgemerkt nach mindestens fünf Minuten, in denen nur sie geputzt hat), sie tobt, ich halte sie fest, sie tritt, etc. Ein Gebrüll ohne Ende - typische Hindernisfrustration auf beiden Seiten! Da ich nicht in der Lage bin, die Situation dauerhaft zu entschärfen, dachte ich daran, ihr zu sagen, dass wenn die Zähne nicht ordentlich geputzt sind, sie GAR NICHTS Süßes haben darf, weil die Zähne ja dann noch "schmutziger" werden. Dies werde ich natürlich auch umsetzen. Glauben Sie, dass sie das in ihrem Alter schon wirklich verstehen kann? Bzw. wird das was an ihrem Verhalten ändern? Was könnte ich sonst noch tun... habe keine Lust mehr zweimal täglich, einen Ringkampf auszutragen... Vielen Dank im voraus, Syna


Beitrag melden

Hallo Syna Geht es wirklich "nur" um das Zähneputzen, sollten Sie mit Ihrer Tochter die Absprache treffen, dass Sie zuerst vorputzen, während sie den Zähnen dann den "letzten Schliff" geben kann. Weigert sie sich, erklären Sie ihr wiederholte Male, warum die Zähne geputzt werden müssen und informieren Sie sie liebevoll, dass ihr keine Zeit mehr zum Nachputzen bleiben wird, wenn sie jetzt noch länger Theater macht. Empfehlen möchte ich Ihnen noch das Buch von "Karius und Baktus", das ebenfalls als Kassette mit vielen lustigen Liedern erschienen ist, die gleichzeitig die Notwendigkeit des Putzens stark hervorheben, bzw. aufzeigen, was geschieht, wenn die Zähne nicht ausreichend gereinigt werden. Es wurde geschrieben von Thorbjörn Egner und kostet: Kassette: €5,10; Buch : €7,50 Setzen Sie sich mit Gelassenheit durch! Viel Erfolg und: bis bald?


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Liebe Syna- ich habe das gleiche erlebt mit meinem Kleinen. Mein kinderarzt hat mir einen Griff gezeigt, der hilft: Ich lege ihn rücklings auf meinen Schoss, sein rechter Arm klemmt unter meinem linken, sein Kopf auf meinem Arm und seinen linken Arm kann ich dann festhalten. Natürlich strampelt er dann noch, aber das macht nichts. Er hat das zwar nicht gern, aber mir ist viel wichtiger, dass er gesunde Zähne hat und ich erkläre ihm, dass, wenn er nicht aufhört, dann der Zahnarzt ihm ganz doll wehtun muss und dass er wohl lieber Zähne putzt. Er putzt vorher auch selbst und inzwischen- ich habe übrigens eine elektrische Bürste für Kinder- akzeptiert er das immer gleiche Ritual und ich muss ihn gar nicht mehr festhalten, sondern er sitzt auf dem Waschtisch und schaut sich dabei im Spiegel an. Das findet er lustig und ist abgelenkt. Viel Glück für Euch und liebe Grüsse, marla


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

das war doch wohl ein witz, das kind fast anschnallen nur wegen des zähneputzens ??? Im leben würde ich das meinem kind nicht antuen. erklär es ihr ruhig und immer nochmal. oder sag ihr das erst du die zähne putzen musst, dann sind sie doch sauber. so klappt es hier immer, er bekommt die bürste sonst nicht in die hand.. D.


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

würde ich schon..... Andere Mütter sagen oft zu mir, ich hätte eine Eselsgeduld und bei ihnen würde schneller durchgegriffen - ich sehe das auch so, dass ich oft sehr nachgiebig und gutmütig bin. Aber gewisse Dinge müssen eben einfach sein - dazu gehört Zähneputzen genauso wie ordentlich anziehen, wenn man rausgeht, im Auto anschnallen, Hausaufgaben machen bei den Großen usw. Da muss man eben auch mal mit "sanfter Gewalt" ran - es tut ja nicht weh, es sei denn, sie tun sich selbst dabei weh durch ihre Wehrerei.


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Hallo, beim Zaehneputzen haben wir zum Glueck keine probleme, aber "in die Mangel nehmen" muss ich meine Kinder auch manchmal, z.B. beim Kaemmen, Fingernaegelschneiden, Gesicht waschen... Meistens ist es nur eine Phase und gibt sind, sobald sie merken, dass sie nicht entkommen koennen. Ich finde es auch nicht schlimm, sie festzuhalten - ich jage meine Kinder doch nicht mit der Haarbuerste durch die Wohnung... Gruss DUSA


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

PS: was mir noch eingefallen ist: ich wuerde dem Kind NIE mit dem Zahnarzt drohen, denn auch wenn man gut putzt muss man schliesslich mal hin. Wir erzaehlen von den Tierchen Karies und Baktus, die sonst die Zaehne anknabbern - die muessen weg! Und der Zahnarzt ist ein netter Mann! Gruss DUSA


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Hallo, unser Sohn ist heuer in die 1. Klasse gekommen. Seine schulischen Leistungen sind nicht überwältigend, aber okay. Lt. Lehrer müsste er mehr lesen und schreiben üben. Leider geht es schon bei den täglichen Hausaufgaben los, dass er diese nicht machen will, bockig wird, Stifte und Radiergummis durchs Zimmer fliegen usw. Leider kann ich bei ...

Meine Tochter (19 Monate) testet gerade massiv ihre Grenzen aus. Grundsätzlich finde ich das ja richtig so und weiß, dass dies für ihre Entwicklung auch so sein muss. Es gibt aber drei Situationen, in denen ich unsicher bin, was hier eine sinnvolle logische Konsequenz sein kann. In allen drei Situationen tritt sie um sich: beim Wickeln, beim Schla ...

Liebe Frau Ubbens, es geht um mein Patenkind. Die Kleine wird im Janur 3 Jahre. Sie geht seit sie 2 ist in die Kita. Dort schlägt sie oft andere kinder, aber die Erzieherinnen meinen,sie könnten/dürften die Kinder nicht "bestrafen" (was ich völligen Quatsch finde, da eine Konsequenz in dem Alter doch direkt erfolgen sollte,oder??). Nun hat s ...

Hallo, wir haben eine Tochter, die vor 2 Monaten 3 Jahre alt wurde. Schon als Baby forderte sie uns stark, da sie ein Schreibaby war und nur getragen werden mochte. Sie hatte schon immer einen großen Dickkopf & ganz viel Selbstbewusstsein. Aktuell spitzt es sich aber sehr zu, sodass wir keine Lösung wissen. Sie ist freudig, lebhaft, sehr schlau ...

Liebe Frau Ubbens, unser Zwillingspärchen ist nun 19 Monate alt und vor allem unser Sohn versucht zur Zeit immer wieder, seine und unsere Grenzen zu testen. Wir lassen den Kindern viele Freiräume und es gibt nur wenige Dinge, die sie nicht dürfen, wie z.B.: Am Wandspiegel im Flur rütteln (-> gefährlich) und im Garten an die Obst- und Gemüsebeete g ...

Hallo Frau Ubbens, Mir fehlen die richtigen Konsequenzen, wenn ein Kind (6jshre) beim Arztbesuch nicht mitmacht.. Z.b. Beim Zahnarzt den Mund nicht aufmacht, oder wenn es geimpft werden soll, sich versteckt und einen kreischanfall bekommt. Das wir so wieder nach Hause mussten. Das Kind wurde darauf vorbereitet und wusste bzw. Weiß warum es wic ...

Hallo Frau Ubbens, ich habe eine dreijährige Tochter und weiß bei Fehlverhalten oft nicht welche Konsequenz ich daraus ableiten soll. Beispielsweise haben wir ein 5 Monate altes Baby und die dreijährige grabscht dem Baby die ganze Zeit im Gesicht herum, ich kann hundert mal sagen sie soll es sein lassen sie macht es einfach nicht, was soll ich da ...

Liebe Frau Ubbens, meine Tochter ist 9 und seit einigen Wochen geraten wir oft aneinander. Sie bastelt gerne, hat auch sehr viel eigenes Bastelzeug, eine ganze Kiste voll. Dennoch bedient sie sich lieber an meinen Dingen, hat vorletzte Woche eine wirklich teure Schere und Schmuck von mir kaputt gemacht, weil sie daraus basteln wollte. Obwohl sie ...

Hallo, Meine Kleine ist jetzt 16 Monate alt. Ab welchem Alter etwa verstehen Kinder logische Konsequenzen? Wenn sie beispielsweise mit dem Hammer von ihrer Klopfbank immer wieder gegen das Fenster schlägt. Sage ich immer 'Nein' und erkläre kurz warum man das nicht macht. Wenn ich zu ihr sage, dass der Hammer weg kommt, wenn sie das wieder macht, w ...

Guten Tag Frau Ubbens,    meine 12-jährige Tochter hat im Moment eine Phase, in der sie besonders viel mit ihren, im Alter sehr ähnlichen, Brüdern streitet. Andauernd kreischt sie hysterisch, auch im Umgang mit uns und es ist so gut wie keine normale Unterhaltung mit ihr möglich, immer nur im schrillen, quitschenden Ton. Im Streit mit ihr ...