Frage im Expertenforum Erziehung an Christiane Schuster:

Besuche beim Papa~lang~SORRY

Frage: Besuche beim Papa~lang~SORRY

Mitglied inaktiv

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Liebe Frau Schuster, ich muß heute mal eine lange Mail an Sie schreiben und entschuldige mich gleich vorab mal für diese Länge! Ich arbeite in einem ganz ähnlichen Beruf wie Sie (ich bin Dipl.Päd.), habe aber mit kleinen Kindern einfach nicht so die Übung und die Lebendnähe wie Sie. Deshalb hab ich Sie schon einige Male an dieser Stelle um Rat gefragt und möchte mich für Ihre hilfreichen und tollen Tipps wirklich mal herzlich bedanken! Diesmal geht es um den Papa-Besuch....mein Partner hat sich vor circa zwei Monaten von uns getrennt. Seit dem besucht meine kleine Tochter (28 Monate alt) ihn einmal in der Woche nachmittags. In dieser Zeit ist seine zweite Tochter (viereinhalb Jahre) aus erster Ehe ebenfalls da. Soweit so gut. Alles lief sehr gut, meine Kleine hat sich glaube ich gut an alles gewöhnt. Da wir nie zusammen gewohnt hatten, war die Umstellung nicht sehr groß. Nur halt, daß sie nun allein zu Papa geht, der bei seinen ELtern wohnt. Nun bat mich der Papa heute um ein Gespräch in den nächsten Tagen, denn wir müßten an den Besuchstagen etwas ändern. DIe andere Tochter möchte anscheinend nicht mehr kommen, wenn mein Zerg da ist. Die Anwesenheit der Halbschwester war für meine Tochter immer ein ganz besonderer Anlaß zur Freued, sie liebt sie heiß und innig.....Mein Ex meinte noch, er wisse ja nicht, wie lange es so anders sein sollte, denn vielleicht höre diese Phase bei seiner Älteren ja bald wieder auf. Ich denke, es ist verständlich, daß die Ältere nun "zickt", denn sie hatte Papa ja meist allein an diesem Nachmittag und soll ihn nun immer teilen. Dazu muß ich sagen, daß diese Ältere an regelmäßigen WOchennden dort übernachtet und ihn dann ganz für sich hat, denn meine Tochter ist nur an dem einen NAchmittag in der WOche dort, was ich auch so möchte. Mir fällt es zum einen natürlich schwer, das Ganze nicht als Zurückweisung meiner Tochter zu sehen und ich kann schwer objektiv bleiben in einem solchen Fall. Deshalb meine Frage an Sie, was Sie davon halten. Es kann doch nicht angehen, daß meine Tochter und auch ich uns nach den "Phasen" der zweiten Tochter richten müssen. Es wäre doch auch sicherlich nicht hilfreich für miene Tochter, wenn sie sich ständig an andere Voraussetzungen gewöhnen soll. Und Familien mit zwei Kindern können ja auch nicht das jüngere dem älteren zuliebe wegegeben oder verstecken!! Ist es nicht vielmehr Sache des Vaters zu zeigen, daß er beide gern hat und so dieser Situation zu begegnen? Ist sicher nicht einfach, aber kann halt nicht nur der Nicht-Erziehende Spaßfaktor sein, sondern muß halt klarkommen. Wie soll ich am besten reagieren? Was ist zum Wohl meiner Tochter richtig? Ich muß dazu noch anmerken, daß die gesamte Familie meines EX mich ablehnt als eingebildete übererziehende Glucke und alles was ich tue, wird wohl falsch sein, wenn es in irgend einer Weise von ihren Wünschen abweicht! Aber egal! Mein Kind ist mir jeden Streit wert ;-))Und da es denen wohl offensichtlich zu viel Mühe macht, sich mal Gedanken um die Kids zu machen, mache ich sie mir eben alleine! Ich meine es sind schließlich Halbschwestern - find ich auch doof, aber kann ich nicht ändern - wir können doch jetztnicht alles voreinander trennen! Wie soll ich ihr das erklären? Und wie gesagt, immer so, wie die eine es möchte - das kann doch kein Weg sein, oder? Tausend Dank fürs Durchlesen allen, die bis hierhin gekommen sind :-)))) Liebe Grüße Kerstin


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Hallo Kerstin Eine lange mail ist für mich manchmal wesentlich aufschlußreicher als eine Kurze, da mir so eine (hoffentlich) individuelle Beratung möglich ist, sofern es die Anonymität des Internets zulässt; und: Arzt ist noch lange nicht Arzt; Grundschul-Lehrer ist kein Berufsschul-Lehrer!- Die Familie Ihres Ex-Partners hat scheinbar Minderwertigkeits-Komplexe, da sie es nicht zulässt, dass andere Personen sich intensiver mit der Erziehung ihres Kindes auseinandersetzen als sie selbst. Gleichzeitig können sie nicht verstehen, dass Pädagogen auch nur Menschen sind, die sehr wohl Privat und Beruf voneinander unterscheiden können!- Möchten Sie ähnlich wie Ihr Ex, dass die beiden Mädels sich auch weiterhin als Geschwister fühlen, liegt es an ihm, den gemeinsamen Tag harmonisch verlaufen zu lassen. Die 4Jährige muß erkennen können, dass sie den Papa zwar mit ihrer Schwester teilen, aber nicht abgeben muß. Er kann z.B. vorübergehend ihr gegenüber (heimlich) betonen, dass sie als Große ja auch am Wochenende noch zusätzlich bei ihm übernachten darf. Steht er diesem Geschwister-Dasein allerdings eher ablehnend gegenüber, sollten Sie Ihrer Tochter zuliebe ihn vor die Wahl stellen: Entweder, er gibt den Kindern Gelegenheit, sich mit seiner und auch Ihrer Hilfe als Geschwister fühlen zu können oder aber, Sie ziehen einen dicken Schlußstrich, um beiden Kindern eine sichere Orientierung zu ermöglichen. Denken Sie dann im Sinne der Kinder und auch in Ihrem eigenen Sinne daran, dass ein Ende mit Schrecken immer noch erträglicher ist als ein Schrecken ohne Ende.- Treffen Sie bald eine dauerhafte Entscheidung. Dazu drück` ich Ihnen ganz fest die Daumen! Liebe Grüße und: bis bald?


Mitglied inaktiv

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Ich finde Du hast recht. Der Vater sollte für eine entspannte Situation sorgen und es wenigstens noch ein paar mal mit beiden Töchtern ausprobieren. Gruß regina


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