Mitglied inaktiv
Hallo Dr Posth, Mein Sohn, 3,3 Jahre geht seit April diesen Jahres - auf eigenen Wunsch- 2 mal nachmittags für 4 Stunden in den Kindergarten. ( ähnlich Spielgruppe max 15 Kinder) Die sanfte Eingewöhnung habe ich durchgesetzt. Dabei gab es das Problem, dass mein Sohn jammern und fragte ,wann ich nach Hause gehe. Dabei habe ich die festgelegten Zeiten eingehalten , diese dann recht schnell verkürzt, da sich zeigte, dass er nachdem er mich “rausgeschmissen” hatte sofort spielen ging oder sich zu seiner auserwählten Bezugsperson setzte. Zu Hause erzählte er von alleine, dass er nur weint, wenn ich im Kiga bin!! In der ersten Zeit nach der Eingewöhnung habe ich ihn nach etwa drei Stunden abgeholt, bis er alleine den Wunsch äußerte länger zu bleiben. Auf Anfrage der Erzieher, ob er nicht drei Tage kommen könne, lehnte ich fürs erste ab, da mir zwei Tage für einen gerade drei jährigen ausreichend erschienen, zumal er in der Entwicklung recht weit ist und aufgrund der Sprache , Motorik sowie sehr gutem Spielverhalten (alleine sowie mit anderen Kindern) mehr Kontakte mit 4jährigen hat, als mit gleichaltrigen die zur Zeit die Einrichtung besuchen. Die vierjährigen Freunde gehen alle vormittags in den Kiga, sodass ein gemeinsames Spiel nur schwierig zustande kommt. Mein Sohn bekam die Anfrage mit und sagte, er wolle nach den Ferien dreimal hingehen. Darauf habe ich mich mit Rücksprache mit dem Kinderarzt dann eingelassen. Nach 4wöchigen Ferien, ging er wie vor her gerne wieder in den Kiga. Ohne weinen oder jammern. Nach etwa drei Wochen wendete sich das Blatt. In dem Kiga angekommen fing er im Gruppenraum an zu weinen (nicht heftig), ich solle auf seine Bezugsperson warten. Er ging sofort auf ihren Arm und wollte mich wie immer rausschmeissen . sofort nach dem Rausschmiss hörte er auf zu weinen. Dies kommt nun regelmäßig mal mehr mal weniger vor. Am Tag als die Bezugsperson nicht anwesend war weinte er NICHT! Ich hole ihn immer gut gelaunt und eindeutig “bespielt” (zu sehen an seiner Kleidung) wieder Er läuft mir oder dem Vater immer gut gelaunt und fröhlich in die Arme. Er singt mit, beteiligt sich an gemeinsamen Spielen etc. Zu Veranstaltungen im Kiga geht er gerne und hat keine Probleme mit der “Masse” an Kindern und Erwachsenen. Er fühlt sich sichtlich wohl. Zu Hause erzählt er regelmäßig, viel und gerne vom Kiga, fragt wann er wieder hingehen kann.. Ist es soweit, packt regelmäßig alleine seinen Rucksack und los geht’s Warum dann das Weinen wenn ich ihn in den Kiga bringe? . PROBLEM: er ruft seit längerem mal mehr mal weniger, manchmal auch gar nicht ,nachts und vor dem einschlafen nach Mama. -er versichert sich regelmäßig, wo ich mich aufhalte- Nachts ich ihn dann zu uns ins Bett, oder er kommt alleine. Kann es rückkehrende Trennungsangst sein ( es gab wenig Probleme damit, da er sehr früh und oft mit Opa oder Papa unterwegs war/ist), oder ist dies nur ein zufälliger Zusammenstoß der Ereignisse. Sprung in der Entwicklung? Er geht alleine zu Freunden zum Spielen, spielt alleine im Garten, geht mit dem Vater stundenlang auf Entdeckungstour in den Wald und bleibt alleine bei der Oma. Er fordert mich sogar auf zu gehen, wenn ich ihn zum Freund oder mal zur Oma bringe oder fragt, warum ich ihn schon wieder abhole. Im Ganzen gab es keine Veränderungen in der Familiensituation. Er freut sich wenn er gehen kann. Es ist “nur ” die Trennung. .Ich weiß, dass er, sobald ich aus dem Kiga bin, sofort aufhört und manchmal sogar hüpfend in den Gruppenraum zum spielen geht. Im Ganzen ist er ausgeglichen und fröhlich, die Situation beschäftigt mich trotz alledem sehr, da er unter irgend etwas zu leiden scheint. Oder ist es die Entwicklung? Ich kann mit der allgemeinen Situation -rufen-in meinem Bett schlafen...- Gut umgehen ABER: Kann ich ihn weiter guten Gewissens in den Kiga schicken? Entschuldigen sie den langen Text, aber ganz ohne Vorgeschichte wäre eine Antwort sicher unmöglich. Danke für Ihre Mühen D.H
Hallo, normalerweise dürften die Texte gar nicht mehr so lang werden können, da jedes posting auf 1000 Zeichen begrenzt ist. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. 3,3 Jahre ist immer noch unterhalb des 4-Jahresgrenze und somit immer als frühe Fremdbetreuung anzusehen. Verständige Kinder, so wie Ihr Sohn, bemühen sich sehr, den Ansprüchen aus ihrer sozialen Umwelt nachzukommen, weil das ihr Kontingent an Stolz erhöht. Dabei übernehmen sich aber viele Kinder, und es kommen teils sich widersprechende Verhaltensweisen und Reaktionen zustande. Die sind dann naturgemäß schwer zuzuordnen und zu verstehen. Bei Ihrem Sohn fällt auf, dass er eigentlich nur dann in der Frühen Fremdbetreuung klar kommt, wenn seine Ersatzbezugsperson da ist. Auf die überträgt er dann die von ihm noch benötigten mütterlichen Anteile. Bei der Oma ist es nicht viel anders. Auch sie ist eine Ersatzbezugsperson. Solange er also auf diese Weise emotional abgesichert ist, kann seiner Seele nicht viel passieren, und sie können so weiter verfahren. Viele Grüße
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