Guten Tag Frau Henkes, ich stelle diese Frage für ein befreundetes Paar aus Österreich: Paar, seit rd. 25 Jahren beisammen, 1 Kind/Sohn 8 Jahre alt. Nun hat der Mann endlich einen Heiratsantrag gemacht und geplant war für den Spätsommer ein rauschendes Fest (Frau/Braut/Mutter hat schon immer davon geträumt). Nun stellt sich der Sohn allerdings total quer: er will keine Hochzeit seiner Eltern, findet er peinlich, er will nicht den Namen des Vaters (jetzt Mutter/Sohn ein Name, Mann/Vater ein Name) - und ganz schlimm: nachher küsst sich das Brautpaar auch noch vor aller Augen- igitt! Nun sind die Beiden soweit, dass sie heimlich in Österreich standesamtlich heiraten wollen (quasi durch die Hintertür ins Standesamt rein und raus), statt fröhlichem Sektempfang vor der Tür etc. Statt einer kirchlichen Hochzeit im Heimatdorf der Braut, eine freie Trauung in Italien (draussen auf einem Weingut), damit daheim auch ja niemand etwas sieht/merkt/dabei ist. Statt das Frau und Sohn den Namen des Mannes annehmen, soll dann der Mann den Namen der Frau annehmen, damit auch ja niemand in der Schule etwas merkt. Wir finden, dass dem Kind! damit viel zuviel Macht zugesprochen wird. Kompromiss - Feierlichkeiten wie geplant in Österreich mit jedermann, dafür wird der Name der Frau Ehename (damit sich für den Sohn in dieser Hinsicht nichts ändert). Würde das Brautpaar auch gerne so machen, aber trauen sich nicht, dieses gegenüber dem Sohn durchzusetzen, da sie einen missmutigen / wütenden Sohn auf der Hochzeit fürchten. Bekommt das Kind damit nicht viel zuviel Macht über die Eltern/die Familie? Wie beurteilen Sie die Situation? Vielen Dank für Ihre Einschätzung!