Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Ingrid Henkes:

panische Angst vor Männern

Frage: panische Angst vor Männern

Flutura

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Hallo Frau Henkes, unser Sohn (2,5 Jahre alt) hat seit ca. 4 Monaten panische Angst vor Männern. Wenn wir zum Beispiel beim Eltern-Kind-Turnen sind und da ein Papa dabei ist, dann bekommt er totale Panik und krallt sich an mir fest und will gar nicht weiter turnen, bis der Mann möglichst ganz am anderen Ende der Halle ist und selbst da lässt er ihn dann noch nicht aus den Augen... Wenn ich mit ihm durch die Stadt laufe und ein Mann uns entgegen kommt, hört er auf zu laufen, dreht sich zu mir um und klammert sich an meine Beine... Wenn wir im Restaurant sind und am Nachbartisch ein Mann sitzt, mag er nicht mehr essen und weint bitterlich und klammert sich an mich...  Es gab keinerlei Vorfälle, die als Auslöser für diese Angst gesehen werden könnten. Seinen Papa, seinen Opa und seinen Onkel liebt er übrigens total (obwohl er seinen Onkel nur selten sieht), da hat er niemals Angst, im Gegenteil, die vergöttert er richtig. Aber das sind eben nur wenige Männer, bei denen das so ist und beim Großteil der Männer hat er wirklich Panik.  Was kann ich machen, um ihm die Angst vor Männern zu nehmen? Er schränkt sich selbst ja auch total damit ein und ich möchte ihm unbedingt helfen, die Angst zu bekämpfen, aber ich weiß nicht, wie. Erst haben wir versucht, mit ihm darüber zu reden und ihm zu erklären, dass er keine Angst haben muss und dass das z.B. einfach die Papas von den Kindern sind, so wie er ja auch einen Papa hat... Dann haben wir versucht, ihn in solchen Situationen abzulenken und es gar nicht so sehr zu thematisieren... Beides hat leider bisher nichts gebracht. Wir hoffen sehr, dass Sie uns sagen können, was die Ursache für diese Angst sein kann und wie wir unserem Sohn helfen können - in solchen Situationen wie oben genannt und auch generell, damit er keine solche Angst mehr hat.  Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe!


Ingrid Henkes

Ingrid Henkes

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Guten Tag, Ängste gehören zur psychischen Entwicklung eines Kindes, auch wenn sie das Kind phasenweise stark belasten. Sie können Ihrem Sohn die Angst nicht ausreden und er kann sie nicht bekämpfen. Die Entwicklungsaufgabe besteht darin, sie zu überwinden. Im Alter Ihres Sohnes können Kinder psychische Erfahrungen aus dem Unbewussten, Träumen oder Geschichten auf reale Personen übertragen. Eine andere Bewältigungsstrategie steht ihnen oft noch nicht zur Verfügung. Akzeptieren Sie die Angst Ihres Sohnes und bieten Sie ihm weiterhin den benötigten Schutz. Versuchen Sie dabei entspannt zu bleiben, damit Ihr Sohn spüren kann, dass Sie keine Angst haben und und die Situation als harmlos einschätzen. Sie können in entspannten Situationen gelegentlich versuchen herauszufinden, was die Angst Ihres Sohnes auslöst. Der Vater Ihres Sohnes könnte ihm helfen, indem er - als nicht ängstigender Mann - behutsam Kontakt zu einem Freund aufnimmt, während sein Sohn dabei ist. Da Ihr Sohn sich zunehmend mit dem Vater männlich identifiziert, könnte ihm das helfen, am Beispiel des Vaters seine Angst zu überwinden. Ansonsten legt sich diese Angst meist, wenn die innere Verbindung zwischen dem Unbewussten und dem Angstobjekt sich löst. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes


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