Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Ingrid Henkes:

Trockenwerden, Rückschritte

Frage: Trockenwerden, Rückschritte

Namana

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Guten Tag, unsere Tochter, 25 Monate alt, ist seit wenigen Monaten tagsüber windelfrei. Wir haben das aufgebaut, in dem sie viel unten ohne herumgelaufen ist und gemeinsam mit ihr zum Töpfchen gelaufen sind, wenn sie Anzeichen gezeigt hat. Das hat schnell sehr gut funktioniert, auch in der Tagespflege. Da gab es nur noch ca. 1 Unfall mit nasser Hose pro Woche. Inzwischen klappt das große Geschäft immer noch zu 100%, aber sehr oft sagt sie "ich möchte nicht Pipi", obwohl sie sichtbar muss und kurz darauf ist die Hose nass. Falls man sie bei den Vorzeichen darauf hinweist, verweigert sie ebenfalls auf das Töpfchen zu gehen. Diese Rückschritte halten nun schon mindestens zwei Wochen an. Auf mehr Aufforderungen reagiert sie nur mit Verweigerung. Lässt man sie selber entscheiden, gibt es mehrere nasse Hosen pro Tag. Uns sind keinerlei Situationen die sie negativ verknüft haben könnte in Erinnerung. Wie können wir sie wieder motivieren, ohne dass sie in einer Verweigerungshaltung kommt? Vielen Dank!


Ingrid Henkes

Ingrid Henkes

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Guten Tag, Kinder werden meist mit ca. drei Jahren sauber und trocken. Vorher gelingt die Kontrolle über die Schließmuskel noch nicht zuverlässig. Ihre Tochter ist sehr früh sauber und trocken geworden. Daher sollten Sie bei kleinen Rückfällen geduldig sein. Vielleicht gelingt die Blasenkontrolle noch nicht so zuverlässig. Ziehen Sie Ihrer Tochter wieder eine Windel an, damit sie keine Versagensängste entwickelt. Sie scheint das Verweigern des Töpfchens unbewusst zur Stärkung ihrer Autonomie zu nutzen. Das sollten Sie ihr zugestehen, damit aus der Sauberkeitserziehung kein Machtkampf entsteht. Erklären Sie Ihrer Tochter, dass sie Ihnen sagen soll, wenn sie wieder aufs Töpfchen will. Das stärkt ihre Autonomie, die sich bei Zweijährigen deutlich entwickelt. Sie vermeiden dadurch auch das in dieser Entwicklungsphase typische Trotzverhalten. Wenn Ihre Tochter spürt, dass sie über ihre Ausscheidungen bestimmen kann, wird sie bald wieder auf die Windel verzichten wollen. Unterstützen Sie Ihre Tochter weiterhin mit Lob und Bestätigung. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes


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