Hallo Frau Henkes, unsere Eingewöhnung ist leider sehr schwierig. Meine Tochter ist 18 Monate alt und wir sind mittlerweile in der sechsten Woche der Eingewöhnung. Die Trennungen klappen leider nicht gut. Sobald ich mich verabschiede, fängt sie an zu schreien. Ich glaube in der Nacht, hat sie damit mittlerweile auch zu tun.  Die Erzieherin meinte, dass sie eher das Gefühl hat, dass es Wut und nicht Traurigkeit ist, da meine Tochter dabei auch nicht weint. Wir haben ganz langsam angefangen und uns von Anfang an Zeit genommen, weil schon früh abzusehen war, dass es bei etwas länger dauern könnte. Ich musste meine Elternzeit inzwischen verlängern, da wir es zeitlich sonst gar nicht schaffen würden. Ich wollte außerdem keinen zusätzlichen Druck. Grundsätzlich habe ich ein wirklich gutes Gefühl bei den Erzieherinnen und der Kita. Ich glaube auch, dass meine Tochter sie gerne hat. Sie spielt dort auch alleine und kann sich von mir lösen. Aber sobald ich mich verabschiede, fängt sie an zu schreien. Zwischendurch beruhigt sie sich immer mal etwas und hört auch der Erzieherin zur, aber dann beginnt sie wieder zu schreien. Heute haben wir die Trennung etwa 15–20 Minuten versucht. Am Ende hat sie immer noch geschrien. Ich weiß mittlerweile einfach nicht mehr, was ich machen soll. Ich möchte natürlich nicht, dass es ihr so schwerfällt, und frage mich, ob wir etwas anders machen sollten oder ob wir einfach noch mehr Zeit brauchen. Der Papa kann die Eingewöhnung arbeitstechnisch leider nicht übernehmen. Oder meinen Sie, dass man sich therapeutische Hilfe holen sollte? Die Schwangerschaft und auch die Geburt waren leider nicht ganz einfach. Ich weiß natürlich nicht, ob die Trennungsangst vielleicht auch etwas tiefer sitzen kann.