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Hallo Frau Henkes, mein Sohn (6J) muss demnächst unter Vollnarkose zahnärztlich behandelt werden und wahrscheinlich auch einen Zahn gezogen bekommen. Er ist aufgrund mehrer Faktoren sehr ängstlich ( Vater wird Palliativ behandelt, traumatische vorangegangene Zahnbehandlung). Ich weiß nicht,wie ich es ihm sagen soll bzw wann. Ihm nichts sagen,finde ich grausam. Mein Plan ist es im einen Abend vorher zu sagen,dass er sediert wird und der Arzt ihm ggf. den Zahn zieht. Fühle mich damit aber furchtbar. Anderseits,wenn ich es früher sage,wird er sich mit seiner Angst nur quälen. Haben Sie einen Rat für mich? Danke im Voraus
Guten Tag, ich teile Ihre Einstellung. Ängstliche Kinder längerfristig vorzubereiten, ist nicht hilfreich, sondern verlängert unnötig die Erwartungsangst. Sie müssen ihm auch nichts vom Zahnziehen sagen, da es offenbar noch gar nicht sicher ist. Sie können Ihrem Sohn erklären, dass der/die Zahnarzt/ärztin nicht möchte, dass er bei der Untersuchung wieder solche Schmerzen hat, wie beim letzten Mal. Deshalb bekommt er ein Beruhigungsmittel, damit ihm bei der Behandlung nichts wehtut. Ich kann Ihre unguten Gefühle nachvollziehen. Bei einem ängstlichen Sechsjährigen geht es aber noch nicht darum, ihm aufklärend das gesamte, die Situation betreffende Wissen zu vermitteln. Es geht vor allem darum, ihm die Angst zu nehmen und dadurch die notwendige Behandlung zu ermöglichen. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes
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