Guten Frau Henkes, unsere Tochter ist hochsensibel, benötigt viele Rituale, bekommt oft Gefühlsausbrüche zu Hause. Sie ist 6 Jahre alt und Anfang September in die Schule gekommen. In den Ferien fing es an, dass sie mit mir Baby spielen wollte und dafür Windeln ihrer großen Puppen angezogen hat, letztlich urinierte sie sogar hinein und ich sollte sie wickeln. Ihren Papa hat sie davon erzählt, aber er durfte keinesfalls ins Zimmer kommen und besser gar nicht da sein. Meiner Frage warum, erklärte sie mir, dass sie es schön findet wieder Baby zu sein, es vor Papa aber doch peinlich ist. Ich empfand es anfangs nicht schlimm, da der Umbruch Kindergarten/Schule kurz bevor stand und ich dachte nach der Einschulung hört es auf. Nun scheint es ihr immer noch so wichtig zu sein, Windeln im Spiel anzuziehen, dass sie nicht akzeptiert, dass wir keine neuem Windeln kaufen möchten. Einige Wochen geht es ja schon so. Plötzlich hegte sie den Gedanken auch ihren Stuhlgang in die Windel zu versuchen, was ich aber rigoros verneinte. Sie war mit 2 Jahren trocken und hat seitdem keine "Unfälle" auch nicht nachts. Wir wissen nun nicht, ob es "normal" ist und wir es akzeptieren sollten oder nun dieses Spiel verbieten?! Wie gehen wir damit um? Wir möchten sie nämlich nicht beschämen. Danke !