Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Ingrid Henkes:

Eingewöhnung und Verhalten meiner 3 Jährigen

Frage: Eingewöhnung und Verhalten meiner 3 Jährigen

Shizuku

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Meine Tochter drei Jahre alt ist seit einer Woche in der Kindertagesstätte und sie ist hat die Eingewöhnung gemacht mit dem Papa und alles hat eigentlich sehr gut geklappt. Sie hat auch einen Kollegen sofort ein kleinen Jungen sich sehr befreundet und am Freitag hab ich sie dann das erste Mal abgeholt und sie hat gar nicht geweint oder nach mir gefragt und nach dem Papa und seit heute hab ich sie hingebracht und der papa ging heute zur Arbeit und er hat ihr nicht gesagt wo er hingeht weil sie hätte geweint, seit heute geht der papa wieder arbeiten und ist für 2 wochen nicht da, kommt aber zum Wochenende nach Hause. Ich habe sie hingebracht und es war sehr gut alles sie hat sofort gespielt mit dem Kita Freund, sie war gut gelaunt dann sind wir raus alle und ich sollte nur kurz mit ihr mit und dann später abholen bis 12/13 Uhr. Es hat doll geregnet, das fand sie sehr doof. Und dann eigentlich konnte ich problemlos nach Hause (ich war mit Baby in Trage) aber sie fand es auch doof das ihr Kita Freund getragen wurde von dem Papa und sie wollte genauso und dann ist sie hingefallen, war auch nicht toll. Dann wollte sie nicht dass ich gehe, zu mir hat sie eine unsichere Bindung. Ich ging weiter mit und habe beschlossen bisschen später zu gehen. Sie wollte die ganze Zeit getragen werden und hat geweint weil sie hingefallen ist und hat gefragt wo papa ist auf einmal. Beim Morgenkreis hat sie nur geweint und hat sich doll festgeklammert an mich, Baby fing an zu weinen und sie. Die Erzieherin war genervt und hatte irgendwie einen Tunneblick? Bestimmt weil wir gestört haben und für andere Kids es dann blöd war? Ich fand das irgendwie unsympathisch, sie hat ihre Hände so am Gesicht gehalten und ihr Gesichtsausdruck war irgendwie so als ob das Verhalten von meiner Tochter so gar nicht geht und wir unerwünscht sind. Aber mit Papa hat es prima geklappt (das Wetter war aber auch toll und der Kita Freund war da nicht krank) wie heute. Und der Papa ist auf einmal nicht da und ich gehe mit ihr, das war glaube ich zu viel für sie. Sie ist so ein Kind meine Tochter, wenn 2 Sachen nicht passen dann wird ihr Verhslten schlimm, sie trotzt sehr sehr doll, alles ist auf nein, sie weint und schreit. Und das war heute so. Ich fand das sehr anstrengend weil ich den Baby noch in Trage hatte er trinken wollte und noch kein Frühstück gegessen und müde. Aber ich hatte so ein Gefühl das es so sein könnte, nur es hat mich sehr runter gemacht und ich fand das komisch das die Haupt Erziehierin so komisch war, ich fand die Ausstrahlung von ihr negativ. Davor noch hat sie genervt gequckt weil meine Tochter als einzige keine Matschhose angezogen hat, kurze Hose hatte sie. Wenigstens hat sie Regenjacke angezogen, dachte ich mir. Aber ein  Kind schon bereits einer der ältesten hatte auch keine Lust Matschhose anzuziehen. Meine Toxhter ist aber stark autonom und erst wenn die Kälte, Regen fühlt zieht sie sich an, wie ein Freigeist. Vielleicht denkt sich die Erzieherin dass wir da nicht passen? Wir gingen nach Hause und meine Tochter hat nur geweint und wollte bzw konnte nicht mehr weiter laufen dann musste ich auch sie tragen. Eine echt schwierige Situation und ich war sauer auf sie und meine Toxhter auf mich. Zu Hause haben wir in Ruhe uns unterhalten auf ihrem Niveau eben, sie ist hingefallen und sie war sauer meinte meine kleine. Aber schon vor dem Hinfallen wollte sie nicht weiter mit Kindern gehen. Ich denke mir das ich was falsch mache und ich ständig versage. Warum ist meine Toxhter so autonom. Ich weis sie ist 3 aber ihre Willenskraft ist sozusagen die Endstufe. Ich würde mich freuen wenn ein Experte wie Sie auf das Verhalten meiner Toxter und die Situation hinblicken könnten. 


Ingrid Henkes

Ingrid Henkes

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Guten Tag, In der beschriebenen Situation ist sicherlich Einiges zusammengekommen, was die Situation für Sie und Ihre Tochter erschwert hat. Zum einen wusste sie nicht, wo der Vater war, weil er ihr nicht erklärt hat, dass er arbeiten geht. Es ist nicht immer hilfreich, einem Kind das Weinen zu ersparen. Besser ist es, Situationen oder schwierige Gefühle mit dem Kind gemeinsam durchzustehen. So hat Ihr Mann das Ihnen überlassen. Sie haben heute Ihre Tochter das erste Mal in den Kiga gebracht. Für sie war es sicherlich schwierig, dass sie im Kiga bleiben durfte, während Ihr Baby wieder mit Ihnen nach Hause durfte. Das kann manchmal die Rivalität zum neuen Geschwister verstärken. Ihren Ärger hat Ihre Tochter an Ihnen ausgelassen, indem Sie ihre Forderungen erfüllen sollten. Ich vermute, dass die gesamte Situation Sie verunsichert hat und Sie daher den Eindruck hatten, dass die Erzieherin von Ihnen "genervt" war. Sie sollten Sie in den nächsten Tagen beim Abholen darauf ansprechen, um die Situation zu klären. Dreijährige sind nicht autonom. Dazu sind sie in jeder Hinsicht noch viel zu abhängig von den Eltern. Ihre Tochter hat gelernt, dass Sie Ihre Versagensängste für sich nutzen kann, um ihren Willen durchzusetzen. Kleinkinder müssen jedoch neben der Entfaltung des eigenen Willens auch lernen, Grenzen zu akzeptieren, die ihnen die Eltern setzen, bzw. im Kiga die Erzieher/innen. Dann geht es eben auch mal um die Matschhose, die angezogen werden muss. Wenn Sie Ihr Verhalten Ihrer Tochter gegenüber so ändern wollen, dass Sie auf dem Einhalten von Grenzen bestehen, sollten Sie das gemeinsam mit Ihrem Mann machen. Es ist wichtig, dass Sie sich bei den vermutlich auftauchenden Konflikten gegenseitig unterstützen. Für Ihre Tochter ist es wichtig zu erleben, dass sie starke Eltern hat, die sich ihr gegenüber behaupten und Grenzen durchsetzen können. Dabei sollte Ihre Tochter auch spüren, dass Ihre Liebe zu ihr durch das aktuelle Dominanzverhalten nicht geschmälert wird. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes


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