Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Ingrid Henkes:

ADHS verdacht

Frage: ADHS verdacht

LasseBo

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Hallo, unser Kinderarzt hat den verdacht auf ADHS gestellt , der kleine wird nächsten Monat 5 Jahre alt. Eigentlich wollten wir nicht so gern eine Verdachtsdiagnose in seinen Akten sondern nur erstmal Ergotherapie für seine Graphomotorik. Wissen sie ob man diese Verdachtsdiagnose wieder aus den Akten bekommen kann. Wir glauben das der Kleine sich in den letzten 4 Monaten so toll weiter entwickelt hat, das es vielleicht etwas vorschnell war. Er war damals ein Frühchen 8 Wochen zu früh, hat die entwicklung immer etwas später erreicht.  Falls nicht, was würde bei einer ADHS Testung den alles auf uns zu kommen? Danke für ihre einschätzung   


Ingrid Henkes

Ingrid Henkes

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Guten Tag, für das weitere Vorgehen erscheint es mir wichtig, ob der Kinderarzt den Verdacht auf ADHS bei Ihrem Sohn für Sie plausibel begründet hat. Wenn Sie selber diese Symptome bei Ihrem Sohn wahrnehmen, könnte die Diagnose hilfreich sein, um Unterstützung für Ihren Sohn zu bekommen. Eine ADHS Testung ist ein umfangreiches Instrumentarium, bei dem anamnestische Gespräche mit den Eltern geführt werden und Beobachtungen des Kindes sowie verschiedene Tests eingesetzt werden. Die Tests werden von Fachleuten wie Kinderpsychiater/innen oder Sozialpädiatrischen Zentren durchgeführt. Ihr Kinderarzt wird Sie diesbezüglich beraten. Selbstverständlich müssen Sie einer ADHS Testung nicht zustimmen, wenn Sie der Meinung sind, dass der Arzt die Verdachtsdiagnose vorschnell gestellt hat, ohne die Folgen der Frühgeburt Ihres Sohnes zu berücksichtigen. Leider kann ich Ihnen nicht sagen, ob und wie Sie eine Verdachtsdiagnose wieder aus der Akte entfernt bekommen. Der Arzt muss eine begründete Einschätzung abgeben. Ich kann Ihr Unbehagen nachvollziehen. Aber möglicherweise ist es nicht das Wichtigste, die Verdachtsdiagnose wieder loszuwerden, sondern Ihrem Sohn - falls erforderlich - möglichst frühe Hilfen zukommen zu lassen, um seine Entwicklung zu fördern. Wenn sich später die Verdachtsdiagnose nicht bestätigt, wird auch das in der Krankenakte auftauchen. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes


Mina0704

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Hallo,  es wird ja sicherlich irgendwelche Auffälligkeiten bzw. Schwierigkeiten geben, weshalb eine Verdachtsdiagnose gestellt wurde. Mein Sohn hat mit 5.5 Jahren die Diagnose erhalten. War aber bereits srhr früh motorisch unruhig und impulsiv. Wir sind froh bereits vor der Einschulung die Diagnose erhalten zu haben, um ihn unterstützen zu können. Wenn ihr es länger hinauszögert, habt ihr ggf. in der Schule Schwierigkeiten eine Diagnose zu erhalten...die Wartezeiten sind lange


Veve86

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Es sollte euch wichtiger sein, eurem Sohn frühzeitig zu helfen, als eine Verdachtsdiagnose löschen zu lassen 


SchatzbaerenPapa

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Auch wenn ich deine Sorgen verstehe, aber eine Patientenakte ist eine Dokumentation und eben kein Wunschkonzert. Normalerweise werden aber Verdachtsdiagnosen auch als solche gekennzeichnet, zumindest auf den Arztrechnungen, die regelmäßig bei mir eintrudeln. Und letztlich entscheidet ihr als Eltern bzw. später das Kind, wer diese Informationen erhält. Viellleicht nimmt es dir etwas die Sorgen: Ich hatte als bis ins Grundschulalter eine massive Wahrnehmungsstörung sowie motorische Probleme. Wurde erfolgreich therapiert und hat nie wieder jemanden interessiert (selbst den Amtsarzt bei der Verbeamtung nicht). Wichtig ist, dass man akzeptiert, wenn sich der Verdacht bestätigt. Nur dann kann man sein Kind zielgerichtet unterstützen. 


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