Lara07
Sehr geehrte Frau Henkes, unsere Tochter (2 Jahre 2 Monate alt) war an ihrem ersten Kita-Tag am 15.9. Feuer und Flamme. Auch am zweiten Tag spielte sie mit Freude und ließ sich auf die Erzieherinnen ein. Das neue, skandinavische Eingewöhnungsmodell, das dieses Jahr erstmalig in der Kita getestet wird, sah vor, dass ich die ersten beiden Tage immer dabei bzw in der Nähe bin, aber meine Tochter hat mich auch gar nicht vermisst. Am 3. Tag sah das Konzept bereits eine Trennung vor, diese dauerte auch 2 Stunden. Nach dieser Zeit fand ich meine Tochter weinend und aufgelöst im Gruppenraum vor. Dennoch sollte Donnerstag wieder so eine lange Trennung stattfinden, selbes Ergebnis. Freitag sollte ich sie an der Tür abgeben und heim fahren. Ihre Stimmung war beim Abgeben nicht gut, aber ich dachte sie würde sich immer schnell beruhigen, ich habe darauf vertraut, dass die Erzieherinnen wissen was sie tun. Ich wurde eineinhalb Stunden später angerufen, dass ich schnell kommen soll, sie beruhigt sich nicht mehr. Meine Tochter war wirklich völlig aufgelöst und hängt seitdem an mir. Selbst beim Papa bleibt sie nicht mehr alleine. Diese Woche bin ich die ganze Woche mit ihr in der Kita, aber sie will eigentlich morgens nicht hin und sitzt den ganzen Tag auf meinem Schoß. Sie ist praktisch ein anderes Kind. Ich mache mir unheimlich Vorwürfe und habe große Angst, dass sie ein Trauma erlitten hat. Ich müsste eigentlich in einem Monat wieder arbeiten, aber so wie das gerade läuft wird die Eingewöhnung noch ewig dauern, wenn sie nach dem Trennungsschock überhaupt gelingt. Von der Bezugserzieherin hat meine Tochter sich abgewendet, auch wenn diese wirklich feinfühlig versucht auf sie zuzugehen. Wie schätzen Sie die Situation ein? Bezugserzieherin wechseln? Gruppe wechseln? Abbrechen wäre wirklich die letzte Option. Vielen Dank für Ihre Einschätzung.
Guten Tag, ich gehe nicht davon aus, dass Sie so rasch viel ändern sollten. Jetzt gilt es erst einmal wieder Ruhe in die Situation zu bringen. Es ist gut, dass Sie wieder dableiben, damit Ihre Tochter sich sicher fühlen kann. Allmählich wird sie sich auf die Bezugserzieherin einlassen und sich von Ihnen trennen können. Für Ihre Tochter war die herbeigeführte Trennung sicherlich belastend. Aber sie kam nur kurz und an wenigen Tagen vor. Um ein Trauma handelt es sich nicht. Sie müssen sich keine Vorwürfe machen. Solche kindlichen Reaktionen können vorkommen und sind oft nicht vorherzusehen. Für Ihre Tochter ist Ihre Zuversicht wichtig. Strahlen Sie Ihre Sicherheit aus, dass Sie beide das Ganze schon bewältigen werden. Wenn die Anfangsschwierigkeiten überwunden sind, kann die Eingewöhnung oft ganz schnell gehen. Trotzdem könnte es Sie beruhigen, wenn Sie den Arbeitsbeginn vielleicht noch etwas nach hinten verschieben könnten. Das würde Ihnen den Druck nehmen und Sie entspannter reagieren lassen. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes
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