Sehr geehrte Frau Henkes, Unser Sohn (3,5 Jahre alt) ist seit 6 Monaten großer Bruder und es gibt seitdem immer mal wieder gute Phasen, in denen er sehr interessiert, zugewandt und auch liebevoll zu seinem kleinen Bruder ist, aber es gibt leider auch immer wieder richtig schlechte Phasen, in denen er ständig versucht, ihn zu beißen/ hauen/ petzen/ kratzen etc. Ist das normal, dass sein Verhalten so wechselt? Was könnte ein Auslöser für die schlechten Phasen sein? Und wie sollen wir uns als Eltern in dieser Zeit am besten verhalten? Wir versuchen, nicht zu viel zu schimpfen, weil wir gelesen haben, dass diese Reaktion bzw Form von Aufmerksamkeit das Verhalten auch fördern kann, aber auch Erklären und darüber Reden bringt nicht viel. Ignorieren geht nicht, weil wir ja auch den Kleinen in gewisser Weise beschützen müssen und wir wollen ja auch kein generelles „Kontaktverbot“ zum kleinen Bruder, weil es oft ja auch sehr gut klappt und wir uns oft auch freuen, dass er so zugewandt und liebevoll zu ihm ist.  Wir versuchen auch weiterhin, ihm viel alleinige Aufmerksamkeit zu schenken und zu zeigen, dass wir ihn über alles lieben und sich daran nichts geändert hat seit der Geburt des Geschwisterchens. Ich habe das Gefühl, er meint das auch meistens gar nicht böse und diese Impulse zu beißen o.ä. kommen manchmal so schnell "angeschossen", dass er sie gar nicht überdenken oder unterdrücken kann. Im einen Moment kuschelt und küsst er den Bruder und eine Millisekunde später beißt er zu, ohne dass man es absehen konnte. Dadurch ist es für uns Eltern auch so schwierig, schnell genug einzugreifen. Haben Sie einen Tipp für uns, wie wir uns am besten verhalten können?  Vielen Dank und herzliche Grüße