Liif91
Hallo Zusammen Vielleicht jemand eine. Rat oder eine Idee. Auch nur schon ein offenen Ohr ist viel wert. Meine Tochter ist jetzt bald 4 Jahre alt. Seit Oktober letzten Jahres,habe ich wieder angefangen zu Arbeiten. Sie und ihre kleine Schwester 1,5 Jahre gehen zu Gotti/Patin Übernachten und den Tag durch,an dem ich arbeite. Das sie am Anfang mühe hatte ist verständlich. Sie weint jetzt immer noch sehr stark wenn ich wieder geh. Es gab auch schon mehrmals Situation da benimmt sie sich sehr drüber. Sie schreit Sie möchte nur das was sie möchte und zwar jetzt gleich. Sie macht so lange bis sie Erbricht (Das kam schon mehrmals vor) Sie haut und schreit Wenn mann ihr etwas erklärt z.b warum mann das nicht macht oder warum die Situation so und so ist (es Leben in diesem Haushalt 5 weitere Menschen) dann sagt sie immer Ja (ja ich weiss) oder ok. Wenn mann sie dann aber fragt was ich gerade gesagt habe,kommt immer die Antwort ich weiss nicht. Und auch wenn man sie Fragt: Wiso sie das getan hat? kommt immer die Antwort ich weiss nicht. Ich dachte langsam wird es besser,da schon einige Zeit vergangen ist,wo ich wieder arbeite. Ich bin mit meinem Latein am ende und weiss nicht mehr was ist tun soll. Ich bin ja auch noch ein Mensch und möchte den einen Tag arbeiten um meine Sozialen Kontakte zu pflegen und für mich etwas dazu zuverdienen. Vielleicht hat jemand einen Rat für mich.
Guten Tag, wenn ich Sie richtig verstanden habe, zeigt Ihre Tochter das beschriebene Verhalten häufig und nicht nur an dem Tag, an dem Sie arbeiten gehen. Es muss daher nichts mit der Betreuung durch die Patin zu tun haben. Es handelt sich vielmehr um ein typisches Verhalten von Kindern dieses Alters. Vierjährige wollen ihren Willen erproben und möchten selber so bestimmen wie die Eltern. Das ist eine für die psychische Entwicklung wichtige Phase, da sie Kleinkindern zeigt, dass sie wirkmächtig sind und nicht nur abhängig. Für Eltern ist diese Phase häufig sehr schwer zu bewältigen, weil Kinder in regelrechte Machtkämpfe gehen - bei Ihrer Tochter bis zum Erbrechen. Ihre Tochter ist zurzeit noch sehr frustriert, wenn sie ihren Willen nicht durchsetzen kann. Sie hat noch keine Frustrationstoleranz entwickeln können. Diese muss sie mit Ihrer Unterstützung erlernen. Auch wenn Sie jetzt verständlicherweise sehr erschöpft sind, braucht Ihre Tochter Ihr Verständnis und Ihre Geduld. Sie verhält sich nicht so, um Sie zu ärgern. Sie kann auch noch nicht einsehen, dass ihr Verhalten nicht angemessen ist. Sie kann sich von alleine nicht anders verhalten, weil sie ihren Impulsen noch sehr ausgeliefert ist. Trösten Sie Ihre Tochter, wenn sie so wütend wird. Zeigen Sie ihr Ihr Verständnis dafür, dass sie es so schwer hat mit ihrer Wut und Frustration. Sie können Ihrer Tochter Erklärungen anbieten. Erwarten Sie jedoch nicht, dass sie diese schon versteht oder rasch akzeptieren kann. Bieten Sie Ihrer Tochter Alternativen an. "Das ist für dich wirklich sehr blöd. Aber es geht jetzt einfach nicht anders." Betonen Sie Ihre Zuversicht, dass Ihre Tochter es schafft, Ungewolltes auszuhalten. So kann Ihre Tochter zunehmend lernen, Frustrationen zu ertragen und ihre Wut wird sich mildern. Sie sollte bei Allem immer spüren, dass ihr Verhalten Ihrer Liebe zu ihr keinen Abbruch tut. Bei Dreijährigen hilft es noch nicht, sich Ermahnungen oder Erklärungen wiederholen zu lassen oder zu fragen, warum das Kind etwas Bestimmtes gemacht hat. Ihre Tochter ist noch ganz bei sich und kann daher nur antworten, dass sie es nicht weiß. Zudem können Kinder in diesem Alter Erklärungen mit "man macht das nicht" noch nicht verstehen. Erklären Sie Ihrer Tochter, dass Sie nicht wollen, dass sie xx macht oder dass sie xx nicht darf. Dann kann sie sich zunehmend angesprochen fühlen. Hindern Sie Ihre Tochter aktiv daran, Sie zu schlagen. Sie können Sie festhalten oder auf Abstand halten. Das Leben mit zwei kleinen Kindern ist sehr anstrengend. Daher ist es wichtig, dass Sie Entlastung finden. Es ist völlig in Ordnung, dass Sie diesen einen Tag in der Woche arbeiten gehen, auch um Ihre sozialen Kontakte zu pflegen. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes
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