Liebe Frau Henkes, Mein Sohn (4 Jahre, wird im September 5) ist noch nie besonders gerne in den Kindergarten gegangen. Es gab, als er mir 3 Jahren angefangen hat, keine Eingewöhnung, er musste einfach vom ersten Tag an alleine dort bleiben. Am Anfang hat er sich sehr schwer getan, es hat ca ein Jahr gedauert, bis er einigermaßen angekommen ist. Ich schreibe einigermaßen, weil ich eigentlich nie das Gefühl hatte, er geht wirklich gerne. Er hat auch keine Freunde, es gibt nur ein Kind, mit dem er regelmäßig spielt. Am liebsten ist er zuhause und dort oft in seiner Welt, gerade sind Dinos und Planeten seine Lieblingsthemen und er ist total versunken darin. Er hat schon befreundete Kinder in der Nachbarschaft, wenn wir hier auf den Spielplatz gehen, findet er immer Anschluss. Gerade ist es mit dem Kindergarten wieder richtig schlimm, jeden Morgen kommt die Frage, ob heute Kindergarten ist, und sobald wir ja sagen, geht das Geschrei los. Mein Mann bringt ihn hin und sagt, dass er ihn quasi immer weinend abgibt. Die Erzieherinnen meinen, dass nichts speziell vorgefallen sei, und dass es einfach Kinder gäbe, die nicht gerne in den Kindergarten gehen. Ich finde den Status Quo als Mutter aber sehr schwer aushaltbar und weiß nicht wirklich, was ich tun soll. Den Kindergarten zu wechseln wäre eine Option, allerdings habe ich nicht das Gefühl, dass dort irgendetwas schief läuft, es gefällt ihn aus irgendeinem Grund einfach nicht. Ich habe auch schon versucht, mich mit anderen Müttern und ihren Kindern nachmittags zu treffen, allerdings hatte ich immer das Gefühl, das geht stark von mir aus und es ist wieder im Sande verlaufen.  Haben Sie einen Tipp? Ist es wirklich "normal" und ich muss mich einfach damit abfinden, dass er nicht gerne geht?