Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Ingrid Henkes:

6jähriges Kind im Kindergarten

Frage: 6jähriges Kind im Kindergarten

Nela79

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Liebe Frau Henkes, schon wieder wende ich mich mit einer Frage an Sie. Meine Tochter ist ein sehr liebes intelligentes Mädchen, das ein sehr feines Gespür für Stimmungen hat. Sie hatte im Kindergarten immer viele Freunde, seit 3 Jahren eine sehr gute Freundin und war lange das beliebteste Kind, hat oft die Führungsrolle in der Gruppe übernommen, hat das aber auch so gemacht, dass es für die anderen Kinder gut gepasst hat. Nun hat sich die Situation leider geändert. Die Kinder, die gemeinsam in die Schule kommen werden, sind zu fünft. 3 Mädchen und 2 Jungs. Jetzt ist es so, dass die beiden anderen Mädchen sich auf einmal auch sehr gut verstehen, die beiden Jungs ebenso. Und meine Tochter ist das "5. Rad am Wagen". "Leider" kommt dazu, dass sie sehr klug ist, vieles besser kann als die anderen (natürlich auch bei 3 der anderen Kinder zum Teil wegen des Altersvorsprungs) und dann auch immer wieder zu den anderen Kindern sagt, dass sie langsam sind, dass etwas nicht stimmt, was sie machen. Auch wenn es der Wahrheit entspricht, ist es natürlich nicht nett und kommt bei den anderen Kindern nicht so gut an, aber sie meint es nicht böse. Gleichzeitig ist sie natürlich traurig, dass die anderen Kinder, v.a. ihre (frühere?) beste Freundin sie oft meiden. Sie leidet auch sehr unter dem "du bist nicht mehr meine Freundin", "die ... ist nicht mehr deine Freundin". Meine Tochter ist da, im Gegensatz zu vielen Kindern ihres Alters, sehr "treu". Wie kann ich meine Tochter bestmöglich in dieser Situation unterstützen? (Ich habe auch schon recht Sorge, wenn ich an die kommende Schule denke, dass sie da den Anschluss an die anderen Kinder verliert.) Vielen herzlichen Dank fürs Lesen und Beantworten!


Ingrid Henkes

Ingrid Henkes

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Guten Tag, eine Dreikonstellation ist bei Freundschaften immer besonders schwierig, weil sich Zwei gegen Eine verbünden können. Solche Bündnisse können auch wieder wechseln. Sie können Ihre Tochter unterstützen, indem Sie sie motivieren, sich neue Freundinnen zu suchen. Zudem sollten Sie mit Ihrer Tochter darüber sprechen, dass andere Kinder sie möglicherweise ablehnen, wenn sie alles besser weiß und die Anderen kritisiert. Auch wenn Ihre Tochter das nicht böse meint, verletzt es die anderen Kinder doch. Für den Erwerb sozialer Kompetenzen ist es wichtig, dass Ihre Tochter sich mit diesen Fragen beschäftigt. Wegen des Schulbesuchs müssen Sie sich keine Sorgen machen. In der Schule kann Ihre Tochter neue Kinder kennenlernen und neue Freundschaften schließen. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes


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