MaDaS
Guten Tag Frau Henkes! Mein Sohn ist 5,7 Jahre alt und kommt im Herbst in die Schule. Wir hatten ein Gespräch mit der Direktorin und sie meinte, dass er noch nicht ganz schulreif ist. Ich habe nichts dagegen, wenn er mit sieben Jahren in die erste Klasse kommt, bei ihm es aber so, dass er kognitiv schulreif ist und schon viel kann, was andere Kinder in seinem Alter nicht können, er sehr konzentriert arbeitet, die Sachen sehr genau macht und sprachlich auch alles in Ordnung ist. Sein Problem ist, dass ihm die Motivation fehlt etwas zu machen wozu er keine Lust hat bzw. was zu schwierig ist. Wenn er Lust hat etwas zu machen und die Aufgabe nicht zu lange ist, dann fällt es ihm leicht und er macht es auch ordentlich und genau. Wird er aber zu einer Aufgabe "gezwungen", weil er gerade keine Lust hat diese zu machen, dann macht er es schnell, ungenau oder es fehlt etwas. Bei der Schuleinschreibung war es auch so, dass er desinteressiert und müde war bzw. gewirkt hat und die Aufgaben ungenau und nicht alles gemacht hat, weil er eben keine Lust hatte. Wenn er zum Beispiel ein Muster fortsetzen muss dann wird er diese Aufgabe nicht zu Ende machen, weil dass für ihn langweilig ist, vielleicht zu schwer oder zu lange dauert, obwohl er die Aufgabenstellung versteht. Er lässt sich zu Hause von mir auch nichts zeigen/erklären und wenn ich dann sage, dass er zum Beispiel ein Bild ausmalen soll, dann will er das nicht machen, weil er malen nicht mag, keine Lust hat und alles doof ist. Wie kann ich ihm beibringen, dass er auch die weniger tollen Aufgaben genau und ordentlich machen muss? Zwingen will ich ihn nicht unbedingt, denn er soll es von sich aus gerne machen, aber wenn er dann bei einer einfachen Aufgabe zu lange braucht, nur weil er keine Lust hat diese zu machen, dann verzweifelt er noch mehr, hat keine Lust und sagt, dass er es nicht kann und die Aufgabe blöd ist. Eine Belohnung sehe ich auch als kritisch, da er nicht für jede gelöste Aufgabe eine Belohnung bekommen kann. Ich glaube auch nicht, dass er mit sieben Jahren eine andere Einstellung haben wird und die Aufgaben dann lieber macht als jetzt, da er einfach vom Charakter so ein Typ ist. Ich denke und hoffe, dass er sich in den nächsten sechs Monaten noch weiterentwickeln wird und vielleicht lernt er auch die Aufgaben zu machen, die keinen Spaß machen bzw. sieht und lernt er in der Schule von den anderen Kindern. Was denken Sie? Die Direktorin möchte gerne, dass er im Herbst in die Vorschule kommt, dh. er ist ein Vorschulkind, ist aber in der ersten Klasse mit den Erstklässler und bekommt die gleichen Aufgaben wie diese, nur mit dem Unterschied, dass er nicht alles genau und richtig machen muss bzw. es wird nicht so sehr darauf geachtet ob er alles kann oder nicht usw. Ich persönlich würde ihn mit der ersten Klasse starten lassen und falls er Schwierigkeiten hat, dann besteht die Möglichkeit ihn zurückzustufen und als Vorschulkind in der Klasse zu sein. Falls er im Herbst gleich als Vorschulkind startet und er im Laufe des Jahres sich verbessert, dann ist es möglich während des Schuljahres als Erstklässler eingestuft zu werden, aber das ist sehr selten der Fall und ich denke mir, wenn er merkt, dass er sich nicht so sehr bemühen muss, weil er ein Vorschulkind ist, dann wird er sich auch nicht anstrengen. Wie sehen Sie die ganze Situation und würden mir empfehlen? Vielen Dank LG Daniela
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