Somval21
Hallo Frau Henkes, wir sind ratlos und erhoffen uns Tipps von Ihnen zum Umgang mit unserer Tochter. Sie ist 4,5 Jahre alt, Einzelkind und war schon immer sehr fordernd. Der Start im Kita war schwierig da sie sich nur schlecht von mir trennen konnte; bei meinem Mann war und ist es etwas besser. Nun hat es sich leider wieder verschlechtert, sie hat zuletzt getobt, geklammert und sehr geweint beim Abgeben in der Kita. Das macht mich wirklich fertig. Alle Gespräche darüber sind bisher zwecklos gewesen, sie sagt dann nur, dass es ihr im Kindergarten zu laut ist. Allerdings weiß ich durch die Rückmeldung der Erzieherinnen, dass sie sich schnell beruhigt und dann auch spielt. Sie ist für ihr Alter sehr weit, verlangt viel Input und möchte selten alleine spielen, was für uns manchmal mit Stress verbunden ist, weil wir nicht jeden Tag für Spielkameraden sorgen können. Ich dachte eigentlich, dass sie diese im Kita ausreichend hat. Sie ist gut integriert und hat auch Freundinnen mit denen sie gerne spielt. Das Problem ist das Abschied nehmen, einfach nur schwer! Haben Sie einen Rat für uns? Vielen Dank im Voraus und herzliche Grüße
Guten Tag, für Ihre Tochter ist es wichtig, dass Sie ihr zutrauen, den Abschied zu bewältigen. Das Verhalten Ihrer Tochter sollte Sie nicht fertigmachen. Sie spürt das und wird dadurch verunsichert. Ich weiß, dass es nicht leicht ist, die mütterlichen Gefühle angesichts eines weinenden oder tobenden Kindes zu verändern. Aber wenn Ihre Tochter spürt, dass Sie eine Situation nicht aushalten, kann sie das auch nicht. Versuchen Sie, gelassen zu bleiben und machen Sie Ihrer Tochter durch Ihre Haltung und Ausstrahlung deutlich, dass Sie sie guten Gewissens in der Kita lassen werden, weil Sie wissen, dass es ihr dort gutgeht, nachdem sie den kurzen aber noch schwierigen Abschied bewältigt hat. Ihre Tochter bekommt durch Ihre klare Haltung Orientierung. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes
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