FabisMummy
Guten Tag, meine Tochter wurde Anfang Dezember 3 Jahre alt. Sie war immer ein Papakind, hat die Zeit mit ihm sehr genossen und er hat sie jeden Tag problemlos ins Bett gebracht. Am Tag ist das nach wie vor so, sie spielen viel miteinander und unternehmen Ausflüge, bei denen ich derzeit nicht so häufig dabei bin. Ich bin wieder schwanger und bekomme im Juni das zweite Kind. Meine Tochter hat im September mit dem Kindergarten gestartet. Anfangs nur 3 Tage, das sie aber so große Freude daran hat, darf sie jetzt 5 Tage gehen. Seit November beginnt sie immer mehr zu klammern. Anfangs war ihr nur die Gewissheit wichtig, dass ich sie wieder abhole oder eine der Omas. Der eine Tag in der Woche, wo sie von Oma geholt wird, wurde aber akzeptiert. Unser eigentliches Problem: Seit November wurde das Einschlafen mit Papa immer schwerer. Anfangs hat es nur länger gedauert, dann kam ein weinerliches Verhalten dazu, mittlerweile ist es so, dass sie so sehr um sich schlägt und brüllt bis ich komme und mit ihr schlafen gehe. Mein Mann hat alleine keine Chance sie ins Bett zu bringen, egal wie einfühlsam er ist. Wenn ich im Raum bin, lässt sie sich von ihm vorlesen und schläft mit ihm ein. Aber sobald ich den Raum verlasse bevor sie schläft, tobt sie wie wild. Ich verstehe, dass sie meine Nähe braucht und die will ich ihr auch geben. Aber ich mache mir große Sorgen, wie das dann klappen soll, wenn ich wegen der Geburt im Krankenhaus bin. Eigentlich wollten wir das bei der Oma schlafen üben, weil mein Mann bei der Geburt ja dabei sein sollte, aber daran ist derzeit gar nicht zu denken. Ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich will ihr die Nähe und Sicherheit geben, die sie braucht. Aber ich habe auch Angst, dass ich plötzlich ins Krankenhaus muss, weil irgendwas nicht passt und dann niemand sie ins Bett bringen kann, weil sie es nicht zulässt. Ich habe Angst, dass sie das dann verstört oder sie das mit dem Baby verbindet und dann ganz schlimm eifersüchtig wird. Ich will, das richtig machen, damit sie sich sicher fühlt. Weiß aber nicht wie ich vorgehen soll. Der Plan war, dass wir sie gemeinsam zu Bett bringen und ich mich immer mehr zurückziehe. Sie fordert aber meine Nähe so stark ein, dass sie auch ein behutsames Zurückziehen nicht akzeptiert. Ich bitte um Rat LG
Guten Tag, es ist völlig normal, dass die besondere Hinwendung eines Kindes zu einem Elternteil immer mal wechselt. Für das Kind ist es wichtig, dass beide Eltern das akzeptieren. Die Beschreibung des Verhaltens Ihrer Tochter scheint weniger auf Verlustangst als vielmehr auf einen frühkindlichen Machtkampf hinzuweisen. Möglicherweise hat das noch mit der Trotzphase zu tun. Der Vater darf sie ins Bett bringen, wenn die Mutter auch dabei ist. Damit bestimmt Ihre dreijährige Tochter, was Sie zu tun haben. Bei einem so jungen Kind ist es sinnvoll, diesen Konflikt behutsam aufzulösen. So können Sie ausprobieren, dass Ihr Mann Ihre Tochter ins Bett bringt, während Sie mal nicht zu Hause sind. Bezüglich der Unterbringung Ihrer Tochter während der Geburt brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Kinder akzeptieren in der Regel Umstände, die für kurze Zeit nicht zu ändern sind. Es könnte sich als sinnvoll erweisen, dass die Großmutter vor der Geburt zu Ihnen kommt. Dann ist Sie schon da, wenn Sie ins Krankenhaus fahren. Möglicherweise schläft Ihre Tochter dann und wird die Oma am Morgen akzeptieren. Eine solche Situation wird Ihre Tochter nicht verstören, zumal Sie ja zuverlässig wiederkommen. Sie wird auch nicht die Eifersucht auf das neue Geschwister auslösen. Es ist ganz normal, dass Ihre Tochter später Rivalität zum neuen Geschwister empfindet Es ist auf einmal immer anwesend und könnte ihr Ihre Liebe und Aufmerksamkeit wegnehmen. Mit Unterstützung der Eltern lernen Kinder allmählich, diese Situation zu akzeptieren. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes
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