Alpina19
Guten Morgen Frau Henkes, unser Sohn, 4.5 Monate alt, lächelt mich und seinen Papa gerne an (beim aufwachen, Wiedersehen und beim Scherzen sowieso). Der Kinderarzt sagt er sei lebensfroh, topfit und schön entwickelt. Er lässt sich, wenn er doch mal weint (was tagsüber nicht so häufig vorkommt; kurz nach dem Einschlafen hat er das kurz 1-2 mal und hört bei Beruhigung gleich wieder auf) gut und schnell von mir/ uns beruhigen. Wir versuchen stets prompt auf seine Bedürfnisse zu reagieren. Ob die gewählte Reaktion immer richtig ist, kann ich nicht sicher sagen, manchmal wissen wir nicht genau, was er braucht und probieren dann aus. Mir geht es in meiner Frage an Sie v.a. um Bindung, sich daraus entwickelndes Selbstwertgefühl etc. und ob unsere Bindung denn sehr schnell "Risse" bekommen kann. Konkret mache ich mir gerade Vorwürfe, weil einige Male nicht ganz so prompt auf Hunger reagiert wurde. 2x gab es eine Situation während dem Autofahren, eine davon verlief so: beim Einladen nach dem Spaziergang noch keine für mich bemerkbaren Hungerzeichen, dann aber im Auto.. (insgesamt ca. 25 minütige Heimfahrt) daher mit Schnuller, Sprechen/ Singen und Anfassen beruhigt, einmal ging es nicht mehr, da hat er dann geweint. Dann hab ich kurz darauf angehalten und ihn gestillt. Leider wollte er nur kurz trinken und wahrscheinlich aufgrund des zu großen Hungers lieber ein Fläschchen (er bekommt ca. 3 Stück untertags). Er ließ sich nur kurz beruhigen und im Verlauf der restlichen Autofahrt (ca. 7 Min) musste er wieder weinen, woraufhin ich wieder anhielt und versuchte ihn mit dem Schnuller zu beruhigen, hat nicht sehr lange geklappt und er hat sich weiterhin bemerkbar gemacht. Ich habe natürlich auch mit ihm gesprochen. Zuhause angekommen ließ er sich in seine Wippe setzen und lachte als ich ihn während der Fläschchenzubereitung mit einem Lied bespaßte. Die zweite Situation war so, dass er schlief und mein Mann mit ihm zuhause war, während ich kurz unterwegs war. Leider gab es ein Missverständnis, sodass mein Mann meinte er solle jetzt noch kein Fläschchen bekommen als er wohl mit Hunger aufwachte und so warteten sie ca. 30 Min. auf mich, damit ich ihn stillen konnte. Mein Mann hielt ihn irgendwie bei Laune, aber er habe wohl schon ernst geschaut, nicht geweint. Denken Sie, solche wenigen Situationen fallen ins Gewicht was Bindung oder Sonstiges anbelangt? In dem Zusammenhang fiel mir leider zudem ein, dass unser Kinderarzt aufgrund anfänglicher Gewichts- & Verdauungsprobleme dazu geraten hatte, das clustern solange wie möglich zu unterbrechen, damit er erstmal die Portion von vorher verdauen kann. Wir haben das versucht, aber nur solange, wie es in unseren Augen noch okay war. Heute weiss ich, dass man immer gleich anlegen soll, egal wie oft das Baby verlangt. Und natürlich frag ich mich jetzt auch, ob das schon ungünstig war, was Bindung betrifft. Und weiterhin, was denn ist, wenn ich ihn in der Nacht nicht direkt höre/ es falsch einordne und deshalb nicht gleich richtig reagiere etc. Und sind denn Ablenkungen oder v.a. "Weiterschlafhilfen" (also wenn er aufwacht und man versucht ihm zu helfen, wieder in den Schlaf zu finden, sinnvoll oder unterdrückt man da eventuell andere Bedürfnisse wie Hunger mit Folgen auf die Bindung? Ich vermute, dass ich mir da zu viele Gedanken mache. Dennoch fände ich ihre Experteneinschätzung sehr hilfreich. Ich freue mich auf Ihre Antwort und bedanke mich ganz herzlich im Voraus!
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