Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Ingrid Henkes:

Exzessives Schreien/ Regulationsprobleme

Frage: Exzessives Schreien/ Regulationsprobleme

LENSI

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Guten Tag, meinte Tochter ist 2,7 Jahre alt und hat schon seit ihrer Geburt Probleme mit der Regulation. Sie ist mit Reizen schnell überfordert und schreit nach dem nach Hause kommen bzw. nach Aktivitäten und nach der Kita unvermittelt los bzw. bekommt wegen jeder "Kleinigkeit" eine Zornatacke. Die Trotzphase begann bereits mit 1,5 Jahren. In ihrer Entwicklung ist sie schon sehr weit, was und sowohl vom Kinderarzt und einer Psychologin bestätigt wurde. Sie verfügt über einen sehr großen Wortschatz und möchte alles selbst machen.  Beim durchsetzen von Regeln benötigen wir sehr viel Druchhaltevermögen, da sie diese zunächst nicht akzeptieren kann und gezielt (manchmal mehrere Wochen) austestet, ob wir diese konsequent durchsetzen. Dies tun wir - es kostet jedoch enorm viel Kraft! Nun ist es so, dass sie wegen scheinbaren Kleinigkeiten in Rage gerät - z.B. sie wird abends "falsch" zugedeckt oder wir trocknen ihr "falsch" die Füße ab. Dies geschieht ohne Vorwarnung - wie wir es richtig machen sollen, kann sie uns dann bereits nicht mehr sagen, sondern schreit so heftig, dass es für uns kaum aushaltbar ist,  wirft sich auf den Boden, fängt an uns zu schlagen oder boxt mit den Füßen gegen Gegenstände oder schmeißst mit Spielsachen. Nun stellt sich für uns die Frage, wie wir darauf reagieren sollen? Sie sollte ja merken, dass dieses Verhalten für uns nicht akzeptabel ist bzw. es alternative Verhaltensweisen gibt. Können wir aus dem Raum gehen bzw. sie in den Flur setzen oder sollen wir dabei bleiben. Wenn wir sie in den Arm nehmen wollen, kann sie das meist nicht annehmen. Herzlichen Dank im Voraus!


Liz123

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Ihr solltet sie auf jeden Fall auf ADHS testen lassen, hört sich ganz typisch dafür an


Julia294

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Hi, Du könntest von meinem Sohn (3 Jahre) reden. Er testet nur leider monatelang aus, ein halbes Jahr oder länger ist leider keine Seltenheit. Mein Sohn schreit oft das ganze Treppenhaus zusammen, wenn wir nach Hause kommen. Ich musste etwas rumprobieren, wieviel Ruhe er braucht, seitdem ist es etwas besser. Ich habe und tue es manchmal immer noch, seine Gefühle benannt. Einfach da sein, wenn er fertig ist, dann in den Arm nehmen und manchmal will er dann wissen, warum er dieses oder jenes eben nicht bekommen hat. Wenn ich merke, die Stimmung könnte gleich kippen, dann umarme ich ihn und versuche ihn abzulenken. Das klappte auch nicht sofort, den richtigen Zeitpunkt herauszufinden.  Vor 1 Jahr war das deutlich schlimmer, da ist mein Sohn gefühlt bei jeder Kleinigkeit ausgeflippt, mittlerweile nicht mehr so oft. Hast Du das Gefühl, dass es schon etwas besser geworden ist? Bin gespannt, was Frau Henkes dazu schreibt. Ich wünsche Euch gaaaanz viel Kraft.


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