sarah.es
Guten Abend Frau Henkes, Meine Tochter, 4 Jahre alt, hat sich mittlerweile eingermaßen in den Kindergarten eingelebt, d.h. trotz ihrer starken Schüchternheit und Unsicherheit geht sie jetzt gerne hin. Die Erzieherin hat mir erzählt, dass sie dort auch zwei Freundinnen hat. So weit so gut.. Nun ist es aber so, dass sie mir überhaupt nichts aus dem Kindergarten erzählt, wirklich gar nichts.. Ich habe den Eindruck, sie trennt ihre Welt innerhalb des Kindergartens ganz strikt von ihrer Welt außerhalb des Kindergartens. Wenn ich sie nach ihren Freundinnen frage, lächelt sie nur verschämt und möchte noch nicht mal deren Namen nennen. Das finde ich sehr merkwürdig und frage mich, wieso sie das tut? Diese strikte Trennung zeigt sich vor allem auch bei der Abholsituation; sobald sie mich sieht, schämt sie sich mit ihren Freunden zu sprechen, sie möchte sich noch nicht einmal verabschieden, wenn ihre Freunde "Tschüss " sagen. Laut Erzieherin ist es wohl auch so, dass diese beiden Freundinnen sich sehr um sie kümmern, und sie sehr an ihnen hängt. Wenn die beiden mal nicht anwesend sind, dann möchte sie an bestimmten Altivitäten nicht oder nur ungern teilnehmen. Ergibt sich diese gehemmte Art von ihr irgendwann von allein? Sie ist auch sonst sehr unsicher und orientiert sich extrem an Kindern, die sie mag oder bewundert..imitiert deren Verhaltensweisen, Anziehstil etc. Ich weiß oft nicht wie ich richtig mit ihrer Art umgehen soll - Soll ich sie gezielt dazu auffordern z.B Namen von anderen Kindern zu nennen oder soll ich sie einfach in Ruhe lassen? Vielen Dank im Voraus und freundliche Grüße, Sarah
Guten Tag, Kinder betrachten den Kiga häufig als "ihre" eigene Welt, mit der die Eltern nichts zu tun haben. Es wirkt dann so, als wollte ein Kind ausdrücken "wenn ich da schon ohne euch hin muss, müsst ihr auch nicht wissen, was da passiert". Sie können dieses Verhalten Ihrer Tochter akzeptieren. Mit der Schüchternheit Ihrer Tochter hat es vermutlich nichts zu tun. Sie können Ihre Tochter spielerisch motivieren, den Namen zu nennen, z.B. indem Sie raten. Darauf bestehen müssen Sie nicht. Vermitteln Sie Ihrer Tochter, dass es Sie interessiert, was sie im Kiga macht. Das Selbstwertgefühl Ihrer Tochter muss sich erst noch entwickeln. Bei Vierjährigen kann es noch nicht voll entwickelt sein. Zeigen Sie ihr, wie toll Sie sie finden. Schaffen Sie vor allem viele Situationen, in denen sie sich als gut und fähig erleben kann. Vielleicht kann Sie Ihnen helfen und bekommt dafür viel Lob und Bestätigung. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes
sonja91bk
Liebe Sarah, könntest du mir vielleicht erzählen, wie eure Eingewöhnungszeit in der Kita war? Meine Tochter hört sich sehr ähnlich an wie deine, und leider kann ich dir privat nicht schreiben — deshalb hoffe ich, dass du hier antwortest ❤️ Meine Tochter ist 3 Jahre und 5 Monate alt und hat im November mit dem Kindergarten angefangen. Es war von Anfang an ein Auf und Ab: Mal lief es gut, dann war sie wieder sehr weinerlich und wollte nicht hingehen. Kurz vor den Ferien lief es eigentlich richtig gut, sie hatte viel Spaß im Kindergarten. In den Ferien wurde sie dann leider sehr krank mit Fieber und allem drum und dran. Seitdem hat sie plötzlich große Angst entwickelt und möchte nicht mehr hingehen — das macht mir große Sorgen 😔 Sie ist außerdem türkischsprachig aufgewachsen und muss die deutsche Sprache erst noch richtig lernen. War das bei euch auch so? Hat sich das mit der Zeit verbessert? Ich wäre sehr dankbar, von euren Erfahrungen zu hören 💛 LG Sonja
sarah.es
Hallo liebe Sonja, ja gerne! Meine Tochter ist letztes Jahr in dem selben Alter wie deine Tochter in einem anderen KiGa eingewöhnt worden, aber hat sich dort nie richtig eingelebt. Sie ist immer mit Weinen und ungern hingegangen, hat sich dort nicht wohl gefühlt, nichts richtig mitgemacht etc.. Letzten Herbst, nach ihrem 4. Geburtstag, habe ich sie in einem anderen KiGa angemeldet, das hatte anderweitige Gründe.. Hier war sie anfangs auch sehr weinerlich, wollte die ersten Wochen morgens nicht hin.. Sie hat sich auch immer abseits von den anderen Kindern gesetzt und war extrem unsicher und zurückhaltend. Seit ca. 2 Monaten geht sie nun endich gerne hin bzw. sie hat kein Problem mehr hinzugehen, und fühlt sich wohl. Sie spielt mit den Kindern, allerdings bevorzugt mit zwei Mädchen, die ihre "Freundinnen" sind. Sie hatte das Glück, dass dort ein Mädchen sie sehr mochte und sich total lieb um sie gekümmert hat. Ich denke das war ein wichtiger Faktor.. Ich kann dir nur raten, lass deiner Tochter Zeit, die Kinder machen mit ca. 4 Jahren nochmal einen enormen Sprung in ihrer Entwicklung. Meine Tochter war vor 6 Monaten noch viel unsicherer und wollte nie von mir getrennt sein. Sie ist immernoch teilweise in einigen Sachen gehemmt, wie ich ja u.a oben beschrieben habe, aber so wie Frau Henkes ja gesagt hat, brauchen Kinder wohl einfach Zeit, um sich in bestimmten Bereichen weiterzuentwickeln. In anderen Foren hatte ich zuvor auch gelesen, dass manche Kinder sehr lange brauchen, um sich einzugewöhnen, bei meiner Tochter waren es ca. 4 Monate alles Gute Dir! LG Sarah
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