BabyLiebe22
Hallo, meine Tochter ist jetzt 5 Jahre und 8 Monate alt, wird also bald 6 Jahre alt und in diesem Jahr steht auch die Einschulung an. Mein Kind ist noch nie gerne in den Kindergarten gegangen. Jeden Morgen sagt sie, sie will nicht hin. Mal schreit sie phasenweise alles zusammen wenn sie dahin muss, mal ist das abgeben etwas leichter ohne Tränen aber trotzdem an uns Klammern und ohne dass die Erzieher sie uns "abnehmen" mit ablenken etc geht gar nichts. Wenn sie einmal dort ist, hat sie auch Spaß und genießt die Zeit dort auch. Jetzt habe ich aber natürlich super Angst vor der Schul Situation. Da wird sie ja keiner entgegen nehmen. Anfangs dürfen wir sie auf den Schulhof bringen und dann muss sie alleine weiter. Das wird sie nicht machen, egal ob Freunde dabei sind oder wer auch immer. Ein Jahr zurück stellen stehe ich aber auch nicht, da sie im Kindergarten inzwischen wirklich unterfordert ist. Sie hat sich bereits lesen und schreiben alleine beigebracht, ich glaube ein weiteres Jahr im Kindergarten wäre der Horror für sie. Haben sie Tipps? Wie kann ich meinem Kind helfen?
Guten Tag, möglicherweise trägt Ihre Tochter mit ihrer morgendlichen Weigerung, in den Kiga zu gehen, einen Machtkampf mit Ihnen aus. Sie fühlt sich ja anschließend wohl dort. Ihre Tochter benötigt vielleicht noch Erfahrungen mit Situationen, in denen sie nicht bestimmen kann, sondern Anpassungsleistungen von ihr verlangt werden. Das ist ja beim Schulbesuch der Fall. Eine Zurückstellung wäre sicherlich nicht hilfreich, da sie das Problem nicht löst. Bereiten Sie Ihre Tochter behutsam darauf vor, dass Kinder sich nicht aussuchen können, ob sie morgens in die Schule gehen. Vor allem ist es für Ihre Tochter wichtig, dass Sie ihr zutrauen, den Schulbesuch zu schaffen. Wenn Sie daran zweifeln, kann Ihre Tochter sich nicht darauf einlassen. Die Schule stellt eine völlig neue Umgebung mit neuen Anforderungen aber auch Möglichkeiten für ein Kind dar. Damit kann Ihre Tochter der neuen Situation mit einem neuen Herangehen begegnen. Zudem haben Lehrer/innen noch andere Möglichkeiten als die Eltern, die Motivation von Erstklässlern zu stärken. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes
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