Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Ingrid Henkes:

Trennungsschmerz Vorschulkind

Frage: Trennungsschmerz Vorschulkind

Aani

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Liebe Frau Henkes, meine Tochter wird im Juli 6 Jahre alt und kommt dieses Jahr in die Schule.  Ich mache mir Sorgen, weil sie zu 90 % weint wenn ich sie irgendwo (sei es beim Sport, Kiga, etc) abgebe. Es ist nun schon so weit, dass nur noch mein Mann sie in den Kiga bringen kann, da es bei mir überhaupt nicht mehr funktioniert.  Es wurde so extrem, dass sie beim in die Gruppe gehen, sich umgedreht hat u ihre Sachen wieder angezogen hat, dann geschrien u panisch wurde. Bei meinem Mann ist es kein Problem. Wir reden natürlich darüber und sie meinte, dass sie mich dann so vermisst. Das bricht mir ja auch das Mamaherz... In den Sport kann ich sie schon länger nicht mehr bringen, da es dort genauso ist. Es gibt nur einen Kurs in der Woche zu dem ich sie bringen kann ohne dass sie weint. Ich mache mir große Sorgen wie es mit der Schule werden soll. Da muss sie ja dann hin. Aber jedes Mal so ein schlimmer Trennungsschmerz ist ja nicht schön, für uns beide nicht. Gestern bin ich zum Sport abends (das mache ich nur 1x die Woche), da hat sie auch wieder geweint. Haben Sie einen Tipp für mich oder eine Idee? Mein Mann und ich sind auch nicht getrennt, so dass man sagen könnte es kommt daher. Wir leben ein normales Familienleben zu viert.  Liebe Grüße und vielen Dank vorab.


Ingrid Henkes

Ingrid Henkes

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Guten Tag, da Ihre Tochter sich vom Vater gut in den Kiga bringen lässt, scheint sie keine grundsätzlichen Schwierigkeiten mit Trennungen oder dem Kiga zu haben. Ihre Tochter spürt vermutlich, dass es Ihnen schwerfällt, sie bei Abschieden weinen zu sehen. Sie erlebt sie möglicherweise als nachgiebiger. Dahinter könnte ein unbewusster Machtkonflikt stehen, der in diesem Alter häufig mit den Eltern ausgetragen wird. Ihre Tochter gelingt es auf diese Weise sich durchzusetzen. Es wäre für sie hilfreich zu erleben, dass Sie ihr zutrauen, sich von Ihnen zu trennen. Zu Sportkursen muss sie nicht gehen. Aber Sie können ihr deutlich machen, dass Sie von ihr erwarten, den Kiga zu besuchen. So wird es in einem halben Jahr mit der Schule auch sein. Sie sollten Ihren abendlichen Sportkurs weiterhin besuchen. Ihre Tochter ist ja beim Vater, bei dem es ihr gut geht. Versuchen Sie, für sich und Ihre Tochter den Druck aus der Situation zu nehmen. Sie haben noch genügend Zeit bis zur Einschulung. Wenn Ihre Tochter spürt, dass sie Sie mit Ihrem Verhalten nicht verunsichern kann, wird sie es aufgeben können. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes


Veve86

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Hi  Unsere Tochter hatte mit ca 3,5 Jahren auch so eine Phase, als sie nicht in den KiGa wollte, obwohl sie es dort von Anfang an geliebt hat. Sie sagte auch, sie würde mich immer so vermissen. Da habe ich ihr und mir je ein Herz auf die Hand gemalt und gesagt, wenn sie mich vermisst, solle sie über das Herz streicheln und wissen, dass ich in genau dem Moment auch über mein Herz streichle und an sie denke. Es hat wirklich wahre Wunder gewirkt! Manchmal möchte sie immernoch einfach so ein Herz auf die Hand, dann mache ich das auch, bei ihr, mir und der Kleinen. Vielleicht magst du sowas auch mal probieren


Aani

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Lieben Dank :-)


Aani

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Lieben Dank für Ihre Antwort und Einschätzung! 


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