Liebe Frau Henkes! Ich bin mit meinem Mann seit 30 Jahren zusammen, davon 20 verheiratet. Wir haben drei Kinder, 11 und Zwillinge mit 9. Mein Mann war schon immer "eigen". Er hatte nur einen Freund, ist nicht gern weggegangen, nicht gern weggefahren. Am Liebsten ist er zu Hause und alleine im Wald. Depressive Züge hatte er schon immer. Vor 2 Jahren hatte er einen Herzinfarkt, danach ist er in eine (mittlerweile diagnostizierte) Depression abgerutscht. Außerdem wurde im Zuge dieser Untersuchungen festgestellt, dass er eine schizoide Persönlichkeitsstörung hat. Ich habe ihn schon immer viel in Ruhe gelassen. Die Kinder und unser gesamtes Leben organisiere ich, fahre mit den Kindern weg und mache Ausflüge mit ihnen. Er ist ein liebevoller Vater und tut was er kann, aber er braucht halt extrem viel Zeit für sich, ist mit Kleinigkeiten überfordert, unorganisiert, vergesslich und wenn die Depression besonders stark ist, wird er schnell laut. Mein Problem ist, dass die Kinder älter werden und ihnen natürlich auffällt, dass sich der Papa erratisch verhält, nie wo dabei ist und manchmal nur in seinem Sessel sitzt und vor sich hinstarrt. Was kann/soll ich den Kindern ab welchem Alter sagen? Ich möchte sie nicht überfordern, sie sind was den Papa betrifft ohnehin so "beschützend", vor allem seit dem Herzinfarkt. Aber ich habe schön langsam das Gefühl, irgendeine Erklärung brauchen sie. Derzeit lenkt sich mein Mann zB sehr stark mit Computer spielen ab, wo er mit anderen online spielt. Da dauert ein Durchgang circa 15 min und in der Zeit kann er nicht unterbrechen. Ich verstehe, warum er das macht und braucht, aber die Kinder sagen jetzt immer wieder, dass dem Papa das Spiel wichtiger ist als sie. Ich weiß, dass das nicht stimmt, aber was kann ich denn sagen? Ich möchte, dass die Kinder wissen, dass sie für ihren Papa das wichtigste auf der Welt sind, und dass es nicht "Desinteresse" ist, das dazu führt, dass er nie wo dabei ist. Aber wie mache ich das? Danke für Ihre Hilfe Schnecki