Hallo Frau Henkes, ich mache mir derzeit große Sorgen um meine 5 Jährige Tochter. Sie leidet gerade unter extremer Trennungsangst.  Ihr Vater und ich sind getrennt und leben seit 2 1/2 Jahren das Wechselmodel. Wir haben von Anfang an den Kindergarten miteinbezogen. Unsere Tochter macht den Wechsel sehr gut mit. Im Kindergarten wurde schon oft gesagt, dass wenn wir dies nicht mitgeteilt hätten, wäre nie etwas aufgefallen.  Wir haben von Anfang an oft und viel mit unserer Tochter darüber gesprochen. Sie versteht es und genießt ihre Zeit mit dem jeweiligen Elternteil. Manchmal findet sie es doof und dann reden wir auch darüber.  Vor knapp vier Wochen sind wir mit meinem neuen Lebensgefährten in eine größere Wohnung gezogen. Auch hier haben wir sie von anfang mit einbezogen. Sie hat sich ihr Zimmer ausgesucht und die neue Wohnung gefällt ihr auch sehr gut, doch nun will sie uns nicht mehr aus den Augen lassen. Selbst im Kindergarten darf die Erzieherin nirgendwo mehr hingehen, ohne das sie hinterher geht. Sie weint plötzlich sehr schnell, weil sie panische Angst bekommt allein zu sein.  Wir nehmen ihr Angst ernst, fragen uns aber auch woher diese starke Angst kommt. Es zerrt langsam an den Kräften, da auch die Abgabe in den Kindergarten plötzlich mit Klammern und viel weinen verbunden ist. Vor einem halben Jahr noch ist sie einfach reingelaufen. Laut dem Kindergarten klagt sie immer mehr über kopf- und Bauchweh, welches zu Hause dann wie weggeblasen ist.  Zu Hause erzählen wir ihr immer was wir machen, wohin wir gehen (Wäsche in den Keller bringen, Müll raus etc.) und bieten ihr an mitzukommen oder beim anderen zu warten.  Was können wir noch tun um ihr zu helfen?  Liebe Grüße