Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

In der Krippe gebissen

Frage: In der Krippe gebissen

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Lieber Herr Dr. Posth, meine Tochter (2 Jahre) wird seit einigen Wochen in der Kinderkrippe häufig (z.T. tägl.) gebissen (immer von einem 2jährigen Mädchen). Wir machen uns Sorgen um bleibende Bisswunden und Infektionen. Wir hatten ein Gespräch mit den Betreuerinnen, um zu erfahren, was sie unternehmen. Sie erzählten uns, dass auch andere Kinder gebissen werden, dass das Beissen selten aus "richtigen" Konfliktsituationen heraus vorkommt, sondern eher im "Spiel" oder wenn das beißende Kind etwas haben möchte, und dass sie versuchen, dem beißenden Kind dennoch nicht zu viel Aufmerksamkeit (in Form von Schimpfen, Bestrafen etc.) zukommen zu lassen, damit nicht der Wunsch nach mehr Aufmerksamkeit das Beißen noch verstärkt. Wir haben unserer Tochter beigebracht, dass sie sich mit einem lauten "Nein" wehren soll, was sie wohl auch macht, aber es reicht eben nicht. Wie kann sich unsere Tochter am besten zur Wehr setzen und wie sollte man mit beißenden Kindern umgehen? Vielen Dank! wutzel


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, Beißen gehört wie Hauen,Treten, an den Haaren ziehen, Umstoßen usw. zu den aggressiven Grundverhaltensweisen des Menschen. Sie sind ihm durch Jahrtausende Menschheitsgeschichte genetisch angeboren. Zufragen ist eigentlich "nur", warum muss sich dieses Kind derart aggressiv in Szene setzen. Muss es sich vielleicht wehren? Ist es vielleicht im Ki-ga, in der frühen Fremdbetreuung überfordert? Was geschieht bei diesem Kind zu Hause? Also der Kontakt muss auch zu den Eltern eines solchen Kindes hergestellt werden. Das gehört zunächst einmal grundsätzlich zu den Pflichten der Erzieherinnen. Dem eigenen Kind kann man nur sagen, dass es sich von diesem Kind fernhalten soll und jeden Streit mit ihm vermeiden. Natürlich ist das bei 2-jährigen nur begrenzt möglich. Und so richtet sich wieder alles auf die Aufsichtspflicht der Erzieherinnen. Aber auch als Mutter oder Vater müssen sie zu Hause dafür sorgen, dass sich die Geschwister keine schwereren Bisswunden zufügen. Nicht umsonst sehen alle Richtlinien ein Betreuer-Kind-Verhältnis von 1: 3-4 für unter 3-jährige vor. Viele Grüße


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