Kanu85
Guten Tag, meine Tochter (3 Jahre) geht seit sie 17 Monate ist in die Krippe. Die Eingewöhnung dort war extrem schwierig mit großer Trennungsangst. Inzwischen fühlt sie sich in der Krippe sehr wohl und hat dort auch Freunde Da sie seit einigen Tagen drei Jahre alt ist, begann schon im Januar die Eingewöhnung im Kindergarten - in derselben Einrichtung. Sie wird morgens von einer ihr bekannten Erzieherinnen in die neue Gruppe begleitet. Sobald sich die bekannte Erzieherin zurückzieht reagiert sie mit Weinen (O-Ton der neuen Erzieherin "sie macht ohne Ende Theater", "sie bockt'), beruhigt sich dann aber nach gewisser Zeit. In 7 Tagen soll sie ganz in die andere Gruppe wechseln. Eigentlich kennt sie bereits 2 Kinder dort, die zuvor auch in der Krippe waren. Und zumindest die Praktikantin in der Gruppe scheint sie zu mögen. Meine Tochter reagiert mit starken Stresssymptomen: Sie ist seit einem Jahr trocken und macht nun wieder in die Hose, kaut Fingernägel, Wutanfälle zuhause. Vor drei Monaten kam ihr Bruder zur Welt, auch hier hat sie noch zu kämpfen. Ich versuche ihr trotzdem sehr viel Aufmerksamkeit zu schenken. Ich frage mich, ob speziell die Übergangssituation Stress verursacht (sie wird aus der Gruppe herausgenommen und kehrt nach einiger Zeit dort wieder zurück) und ob ich sie erst in einer Woche wieder hinbringen soll und sie dann direkt in die neue Gruppe geht. Ich freue mich über eine Antwort.
Guten Tag, es ist schwer zu entscheiden, ob es vor allem die Übergangssituation ist, die Ihre Tochter belastet, oder ob die Gesamtsituation sie derzeit stark fordert. Vermutlich wird es für Ihre Tochter sehr schwer, sich wieder auf den Kiga einzulassen, wenn sie erstmal länger zu Hause war. Sie wird dann feststellen, dass der Bruder Sie für sich alleine hat, sobald sie im Kiga ist. Das kann die Rivalität begünstigen. Könnte Ihre Tochter möglicherweise schneller in den Kiga wechseln? Wenn die Begleitung der Erzieherin zur Eingewöhnung deren Aussagen über Ihre Tochter entspricht, wird diese vermutlich nicht besonders empathisch sein. Messen Sie den aktuellen Symptomen keine große Bedeutung bei. Wenn Ihre Tochter all die neuen Anforderungen bewältigt hat, werden diese wieder verschwinden. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes
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