Christiane Schuster

Sohn will zu Papa ziehen (etwas lang )

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Der Sohn meines Lebensgefährten (10 Jahre) lebt bei seiner Mutter, in den Ferien ist er immer bei uns zu Besuch und sein Papa fährt ihn regelmäßig besuchen. Nun gabs gestern eine SMS der Kindesmutter, er möchte diese Ferien auch unbedingt wieder zu uns und ob wir bereit wären ihn nach den Sommerferien bei uns für erstmal 1 Jahr aufzunehmen, sie käme mit ihm nicht mehr klar und er will zu Papa.
Ansich habe ich damit kein Problem, ich hab ihn auch sehr gerne und er ist auch ein liebes Kind.
Ich denke aber für ihn wirds problematisch. Sie hat 2 Kinder, ihre Tochter ist voll und ganz selbsständig, braucht weniger Zuwendung, geht einfach schon ihren eigenen Weg ohne Probleme, aber der Sohn ist ganz anders, er brauch sehr viel Aufmerksamkeit und jemanden der sich um ihn kümmert und meiner Meinung nach hat sie da nur keine Lust darauf. Man merkt jedesmal wenn er hier ist, das er zu Hause mehr oder weniger sich selbst überlassen wird und sie sich um nichts kümmert. Von Schule gabs Diagnose Lese-Rechtschreibschwäche und anstatt das mal von nem Arzt abklären zu lassen gibs nun Nachhilfe, die gar nichts bringt und meiner Meinung nach nichts bringen kann. In letzten Ferien wo er hier war (anfang Februar) haben wir festgestellt das er Probleme mir Augen hat und die Buchstaben verschwimmen, denke mal daher auch die Lese und Schreibprobleme. wir teilten ihr das mit und bis heute war sie nicht mal beim Augenarzt oder zumindest KA um das abklären zu lassen.
Also eigentlich wäre ich schon froh wenn er zu uns kommt, ich denke hier hätte er das besser.
Allerdings wirds auch Schwierigkeiten geben, ich habe die Befürchtung, das es vlt. 1-2 Monate gutgehen wird, aber dann wird er nach Hause wollen.
Zu Hause ist ers gewöhnt sich mit TV und Playstation den ganzen Tag allein zu beschäftigen, das würde hier anders laufen, denn ich halte davon gar nichts und schon in den Ferienbesuchen hatten wir da ziemlich Probleme ihn zu anderen Sachen zu motivieren und am Ende ein oft mauliges Kind, weil wenn wir was gefunden haben, hatte er da nur sehr kurz Lust drauf und verlor schnell wieder das Interesse...klar er kennt es so halt nicht und wäre schon ne arge Umstellung für ihn. Daran denke ich könnte er sich mit der Zeit noch Gewöhnen und man könnte ja ein paar Kompromisse schließen.
Dann gibs da aber noch 2 weitere Probleme. Er kommt mit mir sehr gut aus, is auch immer lieb wenn ich mit ihm und meinen Kindern allein bin, aber er hängt halt sehr an Papa nun ist der aber arbeiten, sprich geht halb 6 Uhr morgens aus dem Haus und kommt zwischen 18-19:30 Uhr erst wieder, viel hätte er dann vom Papa auch nicht mehr in der Woche, bedeutet also zieht er hier her hat er Mama nur noch bei regelmäßigen Besuchen die maximal 1 mal im Monat wären und Papa abends nur kurz und am WE, hab da ein wenig Bedenken, ob es das ist was der kleine sich vorstellt, auch wenn wir ein gutes Verhältnis haben.
Naja und das Größte Problem ist mein Sohn (4 Jahre). Er findet ihn natürlich toll, wenn er zu Besuch ist, rennt ihm ganzen Tag hinterher, will alle Sachen machen die er auch macht und will viel mit ihm spielen. Das ist dem Großen sein größtes Problem, ihn nervt das extrem, er kennt den Umgang mit kleineren nicht so und weiß nichts so recht mit ihm anzufangen, auch gehen Interessen bei 6 Jahren unterschied ja auch in ganz andere Richtungen...so dass wir es in Ferienbesuchen oft haben das der Große geweint hat und auch nachfragen warum dann kam "der geht mir auf die nerven, ganzen Tag will er mit mir reden und spielen, ich will weg hier, wieder nach Hause"
Und da seh ich das größte Problem, kann meinen Sohn ja nun nicht wegzaubern ;) er lebt nun mal hier. Kann ihn klar zwischendurch immer mal beschäftigen sodass der Große Zeit für sich hat und mal seine Ruhe vor ihm, an WE würden wir dann halt Papa - Sohn - Tag einführen das er mit ihm mal ganz alleine Zeit hat...aber ich befürchte er wird auf Dauer nicht mit klarkommen das der Kleine so an ihm hängt, er mag ihn halt gerne. Und wenn wir ihn nun mit Schule und allem nach Sommerferien ummelden und er hier herkommt, dann kann er nicht nach nem Monat sagen, ist nix für mich geh wieder heim zu Mama.
Also letztendlich wären ich und sein Papa sehr dafür das er herkommt, da wir beide denken das er Zu Hause eher untergehen wird und nicht das bekommt was er braucht, aber wie stellt man das am besten an? Wie gesagt so die Ferienzeiten klappen recht gut, bis auf das er immer nach Hause will, wenn mein Sohn ihn zuviel hinterherläuft, was könnte man tun um das für den Großen und auch den kleinen auf ein für Beide Seiten erträgliches Maß zu begrenzen. Und wissen sie zufällig wann man spätestens den Schulwechsel anmelden muss, weil eine Idee meinerseits war, da die Sommerferien ja sehr lang sind, das er die kompletten Sommerferien anstatt nur eine Woche zu uns kommt und das halt mal über nen etwas längeren Zeitraum zu testen, und das er dann sagen kann ok, ich bleib bei euch oder ich geh doch lieber wieder nach Hause. Kann man da ihn auf einer andern Schule anmelden aber das noch nicht definitv machen, also das er nen Platz hätte, aber sollte es nicht klappen und er zurückwollen er doch wieder nach Hause und in seine Schule kann?

lg

von miez_85 am 15.03.2012, 11:29 Uhr

 

Antwort auf:

Sohn will zu Papa ziehen (etwas lang )

Hallo miez_85
Zunächst einmal empfehle ich Ihnen ( in den Osterferien?) einen Termin beim behandelnden Kinder- und evtl. beim Augenarzt zu vereinbaren um eine fundierte Diagnose zu erhalten, die dem Jungen bei entsprechender Behandlung den Schul-Alltag erleichtern könnte.
Sicherlich ist auch Ihr Lebensgefährte sorgeberechtigt und hat eine nahezu gleichwertige Verantwortung zu übernehmen wie die Mutter des Jungen?

Die Probleme die sich aus einer kontinuierlichen Erziehung eines 10-Jährigen ergeben lassen sich tatsächlich nur mit Kompromissen und evtl. sogar mit therapeutischer Unterstützung bewältigen. Erleichternd ist dann bestimmt, dass der Junge weiß, wie es in Ihrem Haushalt zugehet, da er bislang bereits seine Ferien in Ihrer Familie und bei seinem Papa verbringen durfte.

Da der Junge mit Ihnen vermutlich in den Ferien auch recht gut harmonisiert hat und sein Vater sicherlich nicht immer Urlaub hatte, wird er, der ja auch die Schule besucht, sicherlich mit der Berufstätigkeit seines Vaters klarkommen, zumal er als 10-Jähriger auch in seiner Freizeit Kontakte zu ca. Gleichaltrigen pflegen sollte (Sportverein o.Ä.).

Stellen Sie gleich zu Beginn klare Regeln auf, dass der Große nicht gestört wird und alleine sein möchte, sobald er die Türe seines Zimmers schließt. Diese Regel wird auch ein 4-Jähriger bereits lernen können und müssen.
Ist der Junge dann ständig in Ihrer Familie, wird vermutlich aber auch bald das Besondere an seiner Anwesenheit schwinden, sodass das Hinterherlaufen des Kleinen abgeschwächt wird.

Eine Ummeldung halte auch ich für sinnvoll NACH den Sommerferien. Sprechen Sie doch bitte mal vorab mit dem Schulrektor, bzw. mit beiden Schulrektoren, wie ein Wechsel für alle Beteiligten möglichst unproblematisch verlaufen kann.

Liebe Grüße und: bis bald?

von Christiane Schuster am 15.03.2012

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