Mitglied inaktiv
Hallo Frau Schuster, mein Mann ist vor 2 Wochen ausgezogen, der Kleine, 22 Moante leidet sehr, er wird seinen Vater aber regelmässig sehen. Nun ist es so, ich leide doppelt, ich sowieso und wenn ich sehe wie der Kleine leidet nochmal so sehr und ich heule ständig und der Kleine sieht das ja. Nun wollte ich, um mal einen klaren Gedanken zu fassen, weil der Kleine nur noch klammert, aus ANGST wohl, das ich auch gehe, einfach meinem Mann das Kind für 2 Wochen überlassen und selbst mal gehen, um über alles nachzudenken, denn mit dem Kleinen habe ich nicht eine Sekunde Zeit dazu und meine Kraft reicht momentan nicht mehr aus. ICh fühle mich aber als Rabenmutter, wenn ich den Kleinen in solch einer schwierigen Situation alleine lasse. Ich habe angst, das er das überhaupt alles dann nicht mehr verkraftet. Meinen sie, ich kann ihm das zumuten ??????????? Der Kleine liebt seinen Papa und vermisst ihn auch sehr. vielen dank für ihre Hilfe
Christiane Schuster
Hallo Mona So, wie Kirsten und Simone bin auch ich der Meinung, dass Sie Ihren Sohn im Moment nicht für 2Wochen zu Ihrem Mann geben sollten, da er dann gänzlich die Orientierung verlieren wird. Versuchen Sie, besonders stark zu sein und ihm den Halt zu geben, den er gerade jetzt von Ihnen wünscht. Schließen Sie sich einer Eltern-Kind-Gruppe an um einerseits über Ihre Probleme auch mal reden zu können und um andererseits ein wenig Abstand zu bekommen von Ihrer momentanen Lage. Fragt Ihr Sohn ständig nach seinem Vater, sagen Sie ihm möglichst sachlich, dass Sie sich gezankt haben und dass er deshalb eine andere Wohnung genommen hat. Bis er die Situation begriffen hat, wird er sich mit dieser Aussage zufrieden geben, da er sicherlich schon weiß, was Streiten bedeutet. Wie wär`s, wenn Sie mit Ihrem Sohn gemeinsam ein paar Tage Urlaub machen könnten um Abstand zu gewinnen? Vielleicht haben Sie eine Freundin, die sich freut, Sie mal länger als nur für 2Stündchen zu sehen. Ggf. sollten Sie auch mal gemeinsam mit Ihrem Arzt über eine Mutter-Kind-Kur nachdenken. Ist ein Neuanfang zusätzlich in einer neuen Wohnung möglich, halte ich diese Idee für sehr gut, da Sie in der jetzigen Wohnung bestimmt immer wieder an die sicherlich auch schöne Zeit zu Dritt denken werden. Was nutzt es, wenn Sie Ihrem Mann jetzt noch verdeutlichen wollen, wie schwer es ist, Kind, Haushalt und Mann "unter einen Hut" zu bekommen -ganz abgesehen Davon, dass auch eine Mutter noch ab und an eigene Wünsche und Bedürfnisse hat, die erfüllt werden möchten.- Halten Sie durch und denken Sie an Ihren Sohn und sich selbst!
Mitglied inaktiv
Hallo Mona, verlassen zu werden ist immer eine schlimme Situation, für Dich und für Deinen Sohn natürlich auch. Auch Dein Sohn muß sich jetzt mit einer neuen Lebenssituation zurecht finden. Wenn Du jetzt , nachdem er 2 Wochen bei Dir war, ihn für 2 Wochen zu seinem Vater bringst und ihn dann wieder zu Dir nimmst, bekommt er gar keine Ordnung mehr in sein kleines Leben. Kinder brauchen Regelmäßigkeiten um sich dran zu orientieren. Kannst Du nicht mit Deinem Kind zu irgendjemandem fahren (z.B. Eltern, Gschwister, Freundin). Da schlägst Du 2 Fliegen mit einer Klappe: Dein Sohn ist mit bekannten Leuten zusammen und wird wahrscheinlich schön verwöhnt. Du bekommst mehr Zeit für Dich und hast noch jemanden mit dem Du Dich ausquatschen kannst. Liebe Grüße von Kirsten
Mitglied inaktiv
Hallo Kirsten, danke für die Worte, aber ich möchte das mein Mann auch mal sieht, warum ich so gereizt, genervt und kurz vor dem ausrasten war. er sah sein kind sehr wenig und hat mich nie wirklich verstanden wenn ich sagte ich kann nicht mehr. ich möchte wenigstens das er mich versteht. ich erwarte nicht mal das er wieder kommt, aber ich hoffe. und zudem, eltern habe ich keine mehr und meine geschwister sind hier praktisch ums Eck, also auch kein wirklicher Abstand. Ich schaffe es nicht, wenn ich nicht mal alleine raus komme, dafür war es zuviel in den letzten 2 Jahren. Mona
Mitglied inaktiv
Liebe Mona, habe Deine Zeilen gelesen und kann richtig mitfühlen. Mir ging es bei meinem Großen genauso. Bin damals zuerst zu meinen Eltern gefahren, mit denen konnte ich über alles reden, mich ausheulen und hatte dann auch wieder einen klaren Kopf und dem Chrissi ging es dann auch wieder besser. Die Kleinen fühlen das, wenn es Mama schlecht geht. Mit klarem Kopf konnte ich mich aber auch am Tage viel mehr um den Kleinen kümmern, ihn ablenken, mit ihm etwas unternehmen, spielen, albern etc., so schwer das manchmal fiel. Das wichtigste war immer, dass ich für ihn immer da war, wir schmusten und kuschelten sehr viel, meine Mutter nannte das "Affenliebe". Es hat ihm aber nicht geschadet. An die neue Situation gewöhnte er sich dann rasch, Probleme wälzte ich nicht mehr am Tage, sondern meist nachts, wenn es arg schlimm war, waren Oma und Opa da. Wir zwei wurden ein richtig gutes Team und auch, wenn die Trennung ersteinmal schlimm war, hatten wir zu zweit eine wunderschöne Zeit miteinander. Damals war Chrissi 18 Monate alt - heute ist er 14 Jahre alt und sagt, dass er eine schöne Kindheit hatte. Seit knapp 5 Jahren erst (hatte danach immer Angst vor neuen Beziehungen)habe ich einen neuen Partner, bin trotz Alltag immer noch total verliebt, seit 10 Monaten sind wir zu fünft (Chrissi hat nun Zwillingsschwestern, die er über alles liebt). Ich bin damals stark geworden, auch wenn ich dachte, ich steh das alles nicht durch und zerbreche daran. Ich habe an mein Kind gedacht und dass ich für ihn weitermachen muß. Ich würde an Deiner Stelle den Kleinen nicht aus den Händen geben. Der Kleine weiß sonst gar nicht mehr was los ist, er muss auch erst lernen, mit der neuen Situation umzugehen. Gib ihm jetzt all die Liebe, die Du hast und versuch Hilfe von Eltern oder Freunden zu finden, die Dir dann auch mal über die Seele streicheln und Dir beistehen. Ich wünsch Dir Kraft und alles Liebe Simone
Mitglied inaktiv
Liebe Mona, nochmal Simone. Habe erst jetzt Deine Antwort an Kirsten gelesen. Muss Dir aber sagen, dass Männer das meist nie kapieren, warum man so genervt ist. Und in 14 Tagen wird er das auch nicht kapieren oder wenn, dann bald wieder vergessen. War bei mir nicht anders. Die meisten denken nur "das bisschen Haushalt, Kind nebenbei und sonst nen schönen Tag gehabt..." - kenn ich nur zu gut, geht mir sogar mit meinen Zwillis jetzt so, dass meine Kollegen sagen, ich hätte mich lange genug ausgeruht! Eine Möglichkeit wäre noch eine neue Wohnung. Ich mußte damals komplett neu anfangen - ich hatte nicht einmal mehr ein Bett! Ich hab mich schnell damit abgefunden, "alleinerziehende Mutti" sein zu müssen, ich habe nach der schlimmsten Zeit auch meine Eltern kaum noch in Anspruch genommen, weil ich da schon wieder ein schlechtes Gewissen bekam. Als ich es dann geschafft hatte, meine neues Leben, neue Wohnung eingerichtet hatte, war das alles meins, denn ich hatte es mir vom Munde abgespart und ich war stolz wie Oskar. Wenn Du willst, kannst Du mir ja mal schreiben, vielleicht hilft es, mal richtig schimpfen zu können? Nochmal alles Liebe Simone
Mitglied inaktiv
Hi, niemals würde ich mein Kind aus der Hand geben, in dieser Situation schon garnicht zum Vater. Wenn dann zu einer Freundin o.ä. Was machst Du, wenn er es dann behalten will, oder bei der Scheidung sagt, das du nicht mit dem Kind zurecht kommst, und er es haben will. Reiss Dich zusammen, und bald wir des wieder einfacher. Und schau doch mal unter http://www.rund-ums-baby.de/alleinerziehend/mebboard.php3?forum=109 vorbei Da sind nur Leute in Deiner Lage, bzw. Alleierziehende.. D.
Mitglied inaktiv
danke
Mitglied inaktiv
Nochmal hallo! Hier ist nochmal Kirsten. das Argument von D. bzgl. "nicht mit dem Kind zurechtkommen" finde ich sehr wichtig! In solchen Situationen werden einstmals geliebte Partner oft zu Bestien, die man nicht mehr wieder erkennt und die einem plötzlich mit jeder Kleinigkeit versuchen eins auszuwischen. Du machst eine superschwere Zeit durch, aber es ´kann nur besser werden! Ich selber hab auch eine Trennung hinter mir (hatte damals allerdings noch kein Kind). Eine solche Trennung mit Kind hat grade meine Freundin hinter sich: ohne Job, Kind 2 Jahre alt, ohne Wohnung. Ihr hilft es sehr, dass sie für ihren Sohn einen Krabbelstubenplatz hat, wo er vormittags hingeht. So kann sie sich auf die Jobsuche konzentrieren. Als Alleinerziehende bekommst du bevorzugt solche Plätze. Versuchs mal, das erleichtert Einiges. Grade kommt mir eine Idee: Wenn Du dirs irgendwie finanziell leisten kannst: pack Dein Kind ein und fahr ein paar Tage in Urlaub. In Reisebüros haben die auch Tipps, wo man als Mutter mit Kind gut hinfahren kann ohne dass man entweder blöd angemacht wird oder vor Langeweile stirbt, weil nur Frischverliebte unterwegs sind. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, kannst mir gerne auch mal mailen, wenn Du magst. Liebe Grüße Kirsten
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