Mitglied inaktiv
Liebe Christiane, seit der Geburt unseres Sohnes habe ich mich bemüht, daß beide Kinder (5 J. und 1 3/4 J.) einen gleichen Schlafrhythmus für den Abend finden, so daß wir das Ritual der Großen auf den Kleinen übertragen konnte. Bis vor drei Wochen ging das auch immer prima. Jedes Kind einen Kakao, eine oder auch mal zwei Geschichten, kuscheln und ruhe war. Jetzt ist das Zubettbringen eine ziemlich nervenaufreibende Aktion geworden und ich fühle mich definitiv nicht ernst genommen, weiß aber nicht woran es liegen könnte. Beide Kinder gehen zur Zeit gegen 20.30 Uhr ins Bett, das heißt wir fangen ca. 1 Stunde vorher an mit Kakao, Zähnputzen, Waschen, dann gibt es die Geschichte/n, manchmal auch noch ein Schlaflied. Ich lege die Kinder, die sich das Zimmer teilen müssen, in ihre Betten, decke sie zu, kuschel noch mit beiden und gehe raus. Kaum ist das geschehen, krabbelt Nico zur großen Schwester ins Bett. Die findet das zu eng und protestiert. Sein Bett ist niedriger und sie findet es "zu gruselig" deshalb, sich statt dessen eine Weile zum ihm zu legen, wenn er doch in ihrer Nähe sein will. Ich lege ihn zurück in sein Bett. Beide wieder zudecken, Küßchen... rausgehen. Kaum sitze ich, geht die Kinderzimmertür auf und heraus kommt ein grinsender Nico. Stehe ich auf, schlägt er die Hände vors Gesicht, kichert und rennt zurück ins Bett. Klar, da kommt meist die Große auch mit raus. Ich habe versucht, Nico später als Kimberly zu Bett zu bringen, denn er kann ja morgens noch schlafen, sie hat Kindergarten-Pflichten (ich bin berufstätig). Nichts zu machen. Nico macht nichts ohne seine Schwester. Und wenn ER wach ist, MUSS SIE das natürlich auch sein. Selbst abschließen habe ich schon versucht. Einmal hat es auch geklappt, da hat er kurz gerüttelt und ist ins Bett zurück und eingeschlafen. Wie gesagt: einmal! Und je länger sich das Spiel hinzieht (zwischendurch bekommt das eine oder andere Kind auch noch Durst oder muß mal - sie gehen beide auf Toilette - und ich weiß nicht was noch), desto mehr spüre ich Hilflosigkeit und Wut in mir aufkommen. Ich habe versucht, es zu erklären, warum es mich wütend macht, wenn wir jeden Abend das gleiche Spiel haben. Ich habe es mit lauter Stimme und sogar mit Türenknallen versucht. Ich habe Nico einfach draußen herumlaufen lassen bei mir, ohne ihm Beachtung im größeren Maße zu schenken, damit er sieht: passiert nichts mehr, kann ich beruhigt schlafen. Nichts zu machen. Zwar werden wir in gut sechs Wochen umziehen, dann hat endlich jedes Kind ein eigenes Zimmer, aber bis dahin werden meine Nerven noch ziemlich häufig mit diesem Problem konfrontiert werden. Inzwischen habe ich tatsächlich das Gefühl, die letzte Möglichkeit ist die, selbst ins Bett zu gehen, das Schlafzimmer abzuschließen und die Kinder machen zu lassen (natürlich immer mit einem Ohr vor der Tür). Habe ich mir durch mein konsequentes immer wieder zu Bett bringen, immer wieder den gleichen Rhythmus abends vielleicht bei den Kindern den Respekt verspielt? Bei Kimberly habe ich ohnehin das Gefühl, sie ist gerade in einer Phase, in der sie ihre Grenzen bis zum Äußersten austestet - und leider oft genug provozierend darüber hinaus. Es ist nicht immer leicht, nur liebevoll und mit Verständnis dem gegenüberzustehen. Manchmal bin ich erschrocken über das Maß von Aggressivität, das da in mir hochkeimt. Herzliche Grüße, Kerstin
Christiane Schuster
Hallo Kerstin Auch Mütter sind nur Menschen! Deshalb sollten Sie sich kein schlechtes Gewissen einreden, wenn Sie manchmal Aggressionen gegen Ihre Kinder haben. In dieser Hinsicht sind Sie ganz sicher nicht allein!- Da auch Nico schon Alles versteht, was Sie ihm sagen, sollten Sie ihm ganz klar verdeutlichen, dass er nun früher ins Bett gehen muß als seine große Schwester, damit Diese anschließend in ihrem Bett schnell und zufrieden einschlafen kann. Setzen Sie diese Vorgehensweise liebevoll aber konsequent durch! Erst, wenn er (nach ca.1Woche) verspricht, seine Schwester in Ruhe zu lassen, können Beide gemeinsam schlafen gehen. Kimberly wird als Große! stolz darüber sein, dass sie sich im Wohnzimmer noch ein Buch anschauen oder eine Kassette hören darf. Ihr Sohn wird sich sicherlich gut überlegen, ob es nicht doch schöner ist, mit der Schwester schlafen zu gehen.- Bleiben Sie gelassen aber konsequent! In 2-3Tagen wird Nico erkannt haben, dass er gewisse Regeln einzuhalten hat. Halten Sie durch und: bis bald?
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