Frage im Expertenforum Erziehung an Christiane Schuster:

Erziehung eines verhaltensauffäligen Kindes (sehr langer Text)

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Frage: Erziehung eines verhaltensauffäligen Kindes (sehr langer Text)

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Hallo! Ich arbeite jetzt seit August 2001 als Vorpraktikantin in einem Kindergarten. Da gibt es einen Jungen, der sich rießig freut, wenn ich da bin. Wenn ich mal nicht da bin, wegen Urlaub, oder Krankheit, dann ist es vorbei mit ihm. Ich bin die einzige, die er an sich ran lässt. Er knuddelt gerne mit mir und ist einfach total fröhlich, wenn ich bei ihm bin. Nur leider ist er ein ganz wilder Gesselle. Er ist sehr stur und macht auch viel Unfug. Er sagt Wörter, wie z.B. "du Arschloch", die ja eigentlich Wörter sind die Verboten sind. Ich lache dann immer, wenn er das sagt, weil ich mir eigentlich nicht vorstellen kann, dass er das ernst meint. Ich denke, er macht es nur, um auszuprobieren, wie andere darauf reagieren! Ich beschäfitge mich auch viel mit ihm, wenn die Zeit dazu ist. Er ist ein echter "Kletter-Affe"! Und manchmal muß ich auch in "!"-Zeichen Sätzen mit ihm sprechen, z.B. "Du räumst das jetzt auf, mein lieber Freund!" Er ist jedes mal traurig, wenn er mit dem Bus freitags nach Hause fahren muß, da werde ich dann noch mal extra feste gedrückt! Er ist eben auch ein ganz lieber, dem man eigentlich nicht böse sein kann!!! Nur jetzt sagte seine Mutter zu mir, mit der ich mich ganz gut verstehe, ich würde zu lasch mit ihm umgehen, ich müßte ganz streng sein! Ist das unbedingt nötig? Er ist eben auch ein ziemlich verschmuster Tiger, was soll ich da mit strenge??? Ich hoffe, sie können mir helfen! Also ich bin mir keiner Schuld bewußt! Ich habe das aus dem Bauch heraus entschieden und fand meine Entschiedung richtig! Vielen Dank!! Barbara


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Hallo Barbara Eine besonders liebevolle Zuwendung schließt m. A. nach nicht aus, dass Sie dem Jungen auch liebevoll aber konsequent einige Grenzen und Regeln aufzeigen und begründen können. Dieses konsequente Verhalten ist aber unbedingt zu zeigen um dem Kind zu ermöglichen, dass es sich in seiner Umgebung sicher zurecht findet. Hier einige Beispiele: Sagt er "Arschloch", erklären Sie ihm, was und wo ein A-Loch ist und dass wohl Keiner aus der Gruppe so aussieht. Dann informieren Sie ihn darüber, dass Sie aus diesem Grunde auch nicht möchten, dass er dieses Wort falsch benutzt -wie Sie ihm ja gerade erkläret haben. Soll er etwas aufräumen, erklären Sie ihm, warum Sie diesen Wunsch haben und was geschieht, wenn er sich an Ihren Wunsch nicht hält.- Dieses liebevolle Aufzeigen und begründen von Grenzen und Regeln und deren konsequentes Einhalten hat eigentlich den negativen Begriff Strenge nicht verdient, da Sie ihm ja jedes Mal von Neuem auch das Warum erklären und keinen blinden Gehorsam erwarten. Vielmehr ermöglicht dieses Verhalten dem Jungen eine sichere Orientierung und hilft ihm so, in eine sichere Selbständigkeit zu gelangen. Liebe Grüße und: bis bald?


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