Mitglied inaktiv
Unser Sohn ist 14 Monate alt, mein Mann ist der Haupterziehende, ich arbeite wieder seit der Kleine 4 Monate alt ist. Unser Sohn ist allen Menschen gegenüber sehr offen, dennoch ist er ein ausgesprochener Vater-Kind, was sich z.B. dadurch äussert, dass wenn er krank oder schlecht gelaunt ist, er immer zu Daddy rennt und nur er ihn beruhigen kann. In solchen Situationen bin ich für ihn nicht ausreichend und kann ihn nur schwer beruhigen. Im Moment ist der Kleine leicht krank, hat leichten Durchfall und isst sehr schlecht. Und er hält es ohne Daddy kaum aus. Am Wochenende habe fast nur ich mit ihm gespielt und es ging gut, solange er Daddy im Haus wusste. Sobald mein Mann die Wohnung verliess, fing er an zu weinen und ich brauchte fast eine Stunde, um ihn zu beruhigen, dennoch lief er immer wieder zur Tür und sagte „Daddy?“. Am Freitag fliegt mein Mann für 2,5 Wochen in seine Heimat, die Reise lässt sich nicht verschieben. Und er wollte so gerne, dass wir beide ihn zum Flughafen begleiten. Dies bedeutet aber, dass unser Sohn seinen Vater weggehen sehen wird und dieser wird nicht wiederkommen. Mich graut jetzt schon vor dieser Situation und auch vor den zwei kommenden Wochen. Und meine Frage: Ist es in diesem Falle besser, dass wir meinen Mann nicht zum Flughafen begleiten und er unbemerkt die Wohnung verlässt? Und wie soll ich mich verhalten, wenn er nicht da ist und unser Sohn sich die Seele aus dem Leib weinen wird? Wie schädigend ist es für unseren Sohn, dass sein Vater so lange wegbleiben wird? Kann ich jetzt schon irgendetwas tun, um ihn den Abschied leichter zu machen? Und wäre es hilfreich, wenn mein Mann jeden Tag anrufen und unser Sohn am Telefon seine Stimme hören würde oder würde es für ihn die Situation verschlechtern? Und ist es überhaupt normal, dass mein Sohn einen so grossen Unterschied zwischen mir uns seinem Vater macht? Ich verbringe in etwa 2 Stunden täglich mit dem Kleinen, bevor er schlafen geht und die ganzen Wochenenden. Er freut sich zwar jeden Abend, wenn ich nach hause komme und spielt gerne mit mir, wenn’s ihm aber schlecht geht, rennt er gleich zu Daddy. Wird es immer so bleiben oder gleicht es sich im späteren Alter aus? Danke für Antworten, Hanna
Christiane Schuster
Hallo Hanna So, wie sonst meist die Väter nicht genauso anerkannt werden wie die Mütter, die rund um die Uhr dem Kind helfend zur Seite stehen, so werden Sie nicht ganz genauso anerkannt wie Ihr Mann, der Ihren Sohn überwiegend betreut. Mit zunehmender Selbständigkeit wird sich dieses "Verhältnis" ausgleichen. Um Ihrem Sohn ein sicheres Orientieren zu ermöglichen, sollten Sie ihm schon jetzt immer wieder mal sagen, dass der Papa für einige Zeit wegfahren muß, dann aber auch bald wiederkommt und viel zu erzählen hat. In dieser Zeit können Sie für den Papa ein Bild malen und Ihr Sohn kann auf die Mama aufpassen und ihr "helfen".- Selbst, wenn er am Flughafen weint, wird er sich nach einiger Zeit auch beruhigen -ähnlich, wenn er seinen Papa zu Hause das 1.Mal dann bewußt vermißt. Lenken Sie ihn dann mit dem zu malenden Bild oder mit einem anderen konkreten Beschäftigungsangebot, wie etwa einem Spaziergang, Einkauf o.Ä. ab. Da Ihr Sohn so sehr an seinem Vater hängt, würde ich evtl. darauf verzichten, dass er dessen Stimme am Telefon hört. Erzählen sollten Sie ihm allerdings, dass der Papa angerufen hat, damit Sie sich gemeinsam freuen können. Zum Schlafen kann er vielleicht Papas Kopfkissen mit in sein Bett bekommen?- Seien Sie zuversichtlich und: bis bald?
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