Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Wutanfälle und primäre Bindung

Frage: Wutanfälle und primäre Bindung

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Hallo, mein Sohn ist 3,er geht seit Feb für 4Std. in den Kindergarten.Ich bin direkt nach seiner Geburt für 30std arbeiten gegangen,in der Zeit war er bei der liebevollen Oma.Seit ca.1Jahr bin ich nun bedingt durch Kündigung Zuhause und nun in der 22ssw mit unserer Tochter.Er ist sehr emotional und auch mal aggressiv.Wenn ich ihn zum Kindergarten bringe will er nicht bleiben,wenn ich ihn abhole will er nie nach Hause.Grundsätzlich will immer das gegenteil von dem was ich will.Er läuft oft weg,legt sich auf die Straße!!! (16kg) oder haut mich auchmal.Ich habe ihre Ratschläge zu alldem befolgt,wie Induktion,Ablenkung etc.Er zeigt auch oft Reue,entschuldigt sich,möchte dann lieb sein...durch meine Schwangerschaft weiß ich mir oft nicht zu helfen,denn er ist stark und nicht gerade leicht.Abends bringt ihn papa ins bett,was auch in Schreiattacken endet denn er möchte mit Mama schlafen gehen.Wenn ich ihn jedoch hinlege dauert es ewig bis er schläft.Ich bin auch,oder versuche es,konsequent


Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, wenn im ersten Lebensjahr die Großmutter hautsächlich die Versorgung Ihres Sohnes druchgeführt hat, dann ist sie sicher eine stark konkurrenriende Ersatzbezugsperson. Insofern konnten Sie, als Sie dann wieder betriebsbedingt zu Hause waren, nicht erwarten, dass sich ihr Sohn reibungslos in die Bindung fügt. Außerdem befand er sich ja auch schon in der Loslösungsphase. so kann man hier schon von einer Art Bindungsverwirrung sprechen. Wie ein Kind dann und dazu noch unter Einsetzen von Fremdbetreuung reagiert, ist schwer vorauszusehen. Auf jeden Fall ist nicht zu erwarten, dass die Mutter die absolut "sichere Basis" ist. einstweilen sollten Sie ihm wenigstens eine Zeitlang gewähren, dass Sie ihn abends zubettbringen. Sein Vater ja andere wichtige Aufgaben für ihn übernehmen. Für die Unbestimmtheit im Ki-ga gibt es nur die Lösung von Mal zu Mal adäquat zu reagieren. D.h. er darf auch einmal wieder nach Hause, um sich nicht abgeschoben zu fühlen. In den anderen Punkten könnte Sie nur beharrlich so weiter machen und auf alle ihn irgendwie kränkenden Maßnahmen verzichten. Viele Grüße


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