MamaNov2019
Liebe Frau Henkes, vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Da niemand mehr geschrieben hat, trau ich mich eine Antwort zu schreiben. Also wäre im Vergleich zu den anderen Kindern in der Kindergruppe mein Sohn unsicher gebunden.. er ist das einzige Kind, das nicht von mir weicht und sich ängstlich an mich klammert. Bei Fremden muss ich in unmittelbarer Nähe sein und ihn im Arm halten...teilweise hat er auch Phasen, in denen ich in Sichtweite sein muss, wenn er mit Oma spazieren geht. Das sind allerdings nur Phasen. Ansonsten klappt es prima ohne mich. Also hat er die Sicherheit, das Urvertrauen, dass die Mama da ist auch wenn nicht in unmittelbarer Sichetweite oder Nähe und er trotzdem sicher ist, nicht....(Arm zb) das stimmt mich doch etwas traurig. Da wir von Anfang an sehr viel für gute Bindung und Urvertrauen gemacht haben. Familienbett, stillen, sofortiges Reagieren bei Bedürfnissen usw alles Normale bei Babys halt. Gibt es tipps? Liebe Grüße
Guten Tag, da habe ich mich wohl leider nicht präzise ausgedrückt. Das tut mir leid. Ich meinte keineswegs, dass Ihr Sohn unsicher gebunden ist. Eine sichere Bindung bedeutet keineswegs, dass Kinder dann nicht mehr ängstlich sein können. Eine gewisse Angstbereitschaft kann auch eine Frage des Temperaments sein. Ihr Sohn wendet sich in ängstigenden Situationen an Sie, weil er sicher ist, von Ihnen die benötigte Sicherheit zu bekommen. Das ist eine wichtige Erfahrung für ihn, die sich mit der Zeit Angst mildernd auswirken wird. Lassen Sie ihm Zeit und zeigen Sie ihm, dass sein Verhalten für Sie in Ordnung ist. Alles Gute Ihnen Ingrid Henkes
MamaNov2019
Also er weiß, wer ihm Schutz und Sicherheit bietet und sucht diesen bei mir, kann sich aber eben nicht lösen von mir.. also trifft beides zu :(
cube
Nein, das hat Fr. Henkes doch nicht geschrieben. Sie schrieb, das Verhalten deines Kindes ist vollkommen in Ordnung. Und auch "in der Regel" u ä Formulierungen. Ganz grundsätzlich kann man eben nicht alle Kinder in ein Schema pressen u sagen, weil alle anderen zufällig genau durchschnittlich agieren, wäre dein Kind also unsicher gebunden. Lass dich doch bitte nicht von klinischen Studien mit genauen Prametern so verunsichern. Sie sind im Rahmen einer umfangreichen Evaluierung aussagekräftig- aber nicht als einzeln herausgepickter Aspekt. Manche Kindrr sind eben kleine Draufgänger und andere erst mal unsicherer. Genau so, wie auch Erwachsene nicht alle gleich in neuen Situationen agieren oder sich fühlen - sie können es nur besser überspielen ;-)
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