Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth, unser Sohn Philipp ist 10,5 Monate alt und hat momentan ein schwieriges Verhältnis zu seinem Papa. Mein Mann geht arbeiten, beide sehen sich Abends von 18.00h bis 20.00h. Eigentlich haben sie die Zeit auch immer gut genutzt und viel miteinander gespielt, doch seit 4 Wochen "ignoriert" er seinen Papa weitgehenst, krabbelt ständig nur zu mir, schreit sogar, wenn er ihn auf den Arm nehmen will und klammert sich an mich fest? Ist das normal? Was können wir tun? Er ist momentan auch sehr anhänglich, möchte nicht für 10 Sek. alleine sein, folgt mir überall hin und möchte hochgenommen werden, was ich dann auch meist mache. Zur Oma hat er jedoch ein sehr gutes Verhältnis,(wohnt im gleichen Haus), passt 1x die Woche für 3h auf, sieht in auf sonst häufig (mit mir). Bei ihr bleibt er ohne Probleme, freut sich zwar wenn ich wieder komme, spielt aber dann meist mit ihr weiter, ohne sich an mich zu hängen. Warum ist er so gerne bei der Oma und nicht beim Papa? Grüße Tina
Liebe Tina, über das Phänomen der Anhänglichkeit am Beginn der Loslösungsphase habe ich gerade drei oder vier Fragen vorher mit einer Mutter gesprochen. Auch Sie sollten meinen Langtext, Teil 2, link oben links lesen. Offenbar ist es im Moment der Großmutter besser gelungen, die ersten Loslösungstendenzen Ihres Sohnes auf sich zu beziehen, als seinem Vater. Nur er selbst kann das ändern, in dem er mit Geduld und Liebenswürdigkeit sich seinem Sohn zuwendet und an der Pflege und Betreuung in wichtigen Angelegenheiten teilnimmt, z.B. Füttern, Umhertragen und Dinge zeigen, Wickeln. Sicher sollte auch die Häufigkeit des Kontaktes zum Vater zunehmen. Was ist mit den Wochenenden? Viele Grüße
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