sgjustra
Guten Tag Frau Henkes, in ein paar Monaten möchte ich gerne einen einwöchigen Kurs besuchen der mir wichtig ist. In dieser Zeit bin ich nicht zu Hause. Mein Sohn ist dann 2,5 Jahre alt. Mein Mann und mein 10 Jähriger Sohn (an dem er sehr hängt) sind natürlich da und in den Kindergarten geht mein Kleiner dann auch. Dennoch mache ich mir Sorgen, dass es irgendwie schädigend sein kann wenn ich „plötzlich“ eine Woche lang weg bin. Er kennt das ja so gar nicht. Ich war bisher maximal einen Tag lang weg und erklären wann ich wiederkomme kann ich ihm in dem Alter ja auch noch nicht wirklich. Ich bin seine Hauptbezugsperson und er ist sehr anhänglich und verschmust. Ich würde aber auch sagen, dass er ein sicher gebundenes und auch selbstbewusstes Kind ist. Können Sie einschätzen inwieweit ein Kind in dem Alter damit umgehen kann? Vielen Dank im Voraus.
Guten Tag, ich denke, Sie können Ihrem Sohn diese Trennung zumuten. Er wird in Ihrer Abwesenheit von seinen weiteren bedeutsamen Bezugspersonen gut betreut werden. Möglicherweise wird er sich zunächst über die neue Situation wundern. Da er jedoch in der vertrauten Umgebung bleibt, wird er sie bald akzeptieren. Außerdem haben Zweijährige noch keine umfassende Zeitvorstellung. Den Unterschied von zwei oder sieben Tagen können sie nicht antizipieren. Ihr Sohn wird also nicht denken, dass Sie ungewohnt lange fort sind. Für ihn ist es wichtig, dass Vater und Bruder ihm bestätigen, dass Sie wiederkommen. Das wird er dann erleben und damit zunehmend die Sicherheit gewinnen, dass Sie ihn nicht verlassen, sondern immer wiederkommen. Das ist ein weiterer Schritt in Richtung Objektkonstanz. Ihr Sohn kann mehr und mehr die innere Sicherheit gewinnen, dass Sie seine Mutter bleiben, auch wenn Sie vorübergehend abwesend sind. Ich wünsche Ihnen alles Gute. Ingrid Henkes
sgjustra
Guten Tag Frau Henkes, herzlichen Dank für Ihre ausführliche und gut nachvollziehbare Antwort. Nun kann ich den Kurs viel mehr genießen. Können Sie mir bitte noch sagen, ob es gut wäre, wenn ich in der Woche in der ich nicht da bin jeden Tag einmal anrufe oder Lieblingsbücher meines Sohnes vorher auf Band sprechen würde und mein Mann sie dann während des Buch Schauens abspielt? Oder wäre das eher aufwühlend für meinen Sohn, weil ich nicht real greifbar bin und ihn das eher an „Mama ist nicht da“ erinnert? Viele Grüße
Guten Tag, ich würde eher von Letzterem ausgehen. Wenn Ihr Sohn von sich aus äußert, mit Ihnen telefonieren zu wollen, sollte er das natürlich dürfen. Alles Gute Ingrid Henkes
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