Mutter22
Sehr geehrte Frau Henkes, ich habe ein Anliegen, was mich doch mehr beschäftigt als ich es gern hätte. Mein Sohn, 3 1/2 Jahre alt, verbringt seit dem Sommer deutlich mehr Zeit mit seinem Papa (wir leben zusammen). Grund dafür ist mein Positionswechsel, was mit deutlich mehr Zeit auf Arbeit inkl. 24-h-Diensten (6-8 monatlich) verbunden ist, währenddessen mein Mann nur an 4 Tagen in der Woche normale Arbeitszeit (9-17h) hat. Seitdem ist er fast immer derjenige, der den Kleinen morgens weckt und zur KiTa fährt (ich bin da schon längst auf Arbeit) und sie sind auch an Abenden bze Wochenenden zu 2 , wenn ich Beteitschaftadienst habe. Früher gab es Phasen, in denen der Kleine seinen Papa stark ablehnte ("gehe weg", "ich will nur mit Mama spielen/kuscheln", " nur Mama darf helfen"). Jetzt passiert es immer heufiger, dass er mich ablehnt mit genau denselben Sätzen. Auch heute z.B. wollte er nur Papa (beide Männer waren zu Hause wegen Erkältung). Ich wurde nicht nur nicht beachtet, sondern aktiv weggeschickt und abgelehnt, obwohl ich mich aktiv mit meinem Sohm beschäftigen /spielen wollte und dies auch tat. Das hat er halbherzig mitgemacht, und zwar nur weil der Papa ihm es so gesagt hat (mein Mann wollte kochen und etwas kindfrei haben). Imsgesamt würde ich die Beziehung zum Kind als sicher und harmonisch bezeichnen. Allerdings passiert immer häufiger, dass er mich beim Abholen von der KiTa nur anguckt und weiterspielt und nicht zu mir kommen möchte, sondern weiterspielen will. Und das obwohl er spät abgeholt wird. Das alles fühlt sich sehr schmerzhaft an, und ich weiß nicht, ob es normale Entwicklungsschritte sind (Abnabelung von der Mama hin zum männlichen Elternteil, mit dem er sich identifiziert) oder eine reale Entfremdung. Kuscheln tut er immer wieder, aber zeitbedingt auch mehr mit Papa. Ich weiß nicht was ich tun wie ich mich verhalten soll. Den Job kann ich jedenfalls nicht so einfach wechseln....
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