evfa
Sehr geehrter Herr Dr. Nohr, ich wende mich leider etwas verzweifelt an Sie. Mein Sohn 14 Monate ist eigentlich ein sehr fröhliches aufgewecktes Kerlchen, er schläft nur leider aktuell schlecht und auch schlecht ein. Gestern Mittag ist mir dann leider der Kragen geplatzt und ich habe ihn angemeckert, er solle jetzt gefälligst schlafen, darauf hin hat er gelacht. Ich konnte einfach nicht mehr und habe ihn auf den Boden gesetzt, damit er nicht aus dem Bett fällt und bin aus dem Zimmer gegangen. Er hat sofort bitterlich geweint. Nach etwa 20 Sekunden bin ich wieder rein, er ist aber vor mir ausgewichen (mir ist das Herz gebrochen). Sonst kommt er immer sofort zu mir wenn er weint und lässt sich trösten. Bis vor kurzem dachte ich auch wir haben super Bindung zueinander. Wenn wir raus gegangen sind hat er fröhlich die Welt erkundet und nur geschaut ob ich auch noch da bin. Gefremdelt hat er wenig. Seit etwa 2 Wochen hat sich das aber geändert. Er fremdelt extrem, sogar vor dem Papa. Draußen läuft er zwar immer noch glücklich durch die Gegend, sobald ihm jemand aber zu Nahe kommt weint er sofort nach mir. Ich bin dann natürlich da! In der Wohnung läuft er auch in jedes Zimmer und spielt auch ein wenig alleine, meistens spiele ich aber mit. Manchmal ist es aber auch so, dass er weint wenn ich aus dem Zimmer gehe um.
Dr. med. Ludger Nohr
Liebe Eva, Eltern sind auch Menschen, sind mal genervt und ungeduldig aber eine Beziehung wird i.d.R. nicht durch Einzelsituationen zerstört. Da müssen Sie erstmal keine Sorge haben. Schlafen ist ein kompliziertes Geschehen aus Müdigkeit, Vertrauen, Ruhe, Wohlbefinden und Sicherheit, das man nicht einfach anstellen kann. Wenn Ihr Kind nicht schlafen kann oder will, ist das kein bewusstes abwehren, vor allem nichts gegen Ihren Wunsch, sondern da ist der ein oder andere Faktor nicht erfüllt. Wenn man sich darüber im Klaren ist, reagiert man nicht so emotional auf Veränderungen oder Nichtschlafen und kann besser herausfinden, was gerade fehlt (und damit eine positive Veränderung ermöglichen). Und wenn Ihr Kind fremdelt hat er einen wichtigen Schritt bei der Unterscheidung in fremd und bekannt getan, der für die Entwicklung seine Wichtigkeit hat. Also freuen Sie sich weiter an der Neugier und Lebensfreude Ihres Kindes und erlauben sich selbst auch, Grenzen zu haben.(Auch eine wichtige Erfahrung für Ihr Kind) Dr.Ludger Nohr
evfa
Ich mache mir große Vorwürfe dass unsere Bindung unsicher ist und ich sie durch mein Verhalten gestern noch mehr zerstört habe. Meine Familie denkt allerdings dass er einfach beleidigt. Wie schätzen Sie das ein? Und haben Sie bitte Tipps für mich? Vielen lieben Dank Eva
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