Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Posth, schon seit einiger Zeit überlege ich, wie ich folgende Sitation abmildern kann: Meine Mutter holt meinen Sohn (27 Mon) jeden Tag aus dem Kiga gegen 14 Uhr ab und geht mit ihm nach Hause (wir wohnen zusammen in einem Haus). Ich komme so gegen 15 Uhr von der Arbeit nach Hause und dann ist das Geschrei bei meinem Sohn groß. Ich betrete kaum die Wohnung, schon beginnt er zu weinen, "nein" "nein" zu rufen, kauert sich hin (was er immer macht, wenn er trotzt) und lässt mich nicht zu ihm ran. Ich darf ihn nicht ansprechen oder irgendwas, das macht die Situation noch schlimmer. Nach ca. 10 Min. ist alles vorbei. Ich lass ihn z. B. auch immer weiterspielen mit der Oma. Seitdem ich mich zurückhalte in der Situation, geht es besser, er weint nicht mehr so doll und so lang. Meine Frage ist: Warum tut er das? Ist doch die Oma Loslösungsvorbild geworden obwohl sich der Papa sehr bemüht? Wie kann ich mit der Situation am besten umgehen? Vielen Dank und viele Grüße
Hallo, um genau zu klären, warum Ihr Sohn so abweisend auf Ihr Zurückkommen reagiert, müßte ich die ganze Vorgeschichte kennen. D.h. wie war die Säuglingszeit, wie sicher ist die Bindung, welche Rolle spielt der Vater usw. Ich verstehe, daß das sehr enttäuschend für Sie ist, wie Ihr Sohn reagiert. Aber er wird es nicht aus Ablehnung Ihnen gegenüber tun, sondern eher aus Protest heraus gegen Umstände, mit denen er nicht klar kommt. Vielleicht schreiben Sie mir noch einmal. Viele Grüße
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