Mitglied inaktiv
Sehr geehrter Herr Dr. Posth, ab Oktober soll Paco zwei Nachmittage die Woche in die Krippe gehen (wohnen in Frankreich). Er hat dann 18 Monate. Eigentlich habe ich Ihn nicht nur für mich angemeldet sondern mehr noch für ihn selbst damit er unter Kinder kommt... Jetzt bin ich jedoch langsam am Zweifeln ob ihm das wirklich gut tut was meinen Sie? Dani
Stichwort: Fremdbetreuung Liebe Dani, wie Sie vielleicht wissen, hat sich das Problem der frühen Fremdbetreuung von Frankreich, Spanien, Skandinavien oder den Niederlande jetzt nach Deutschland verlagert. Man preist die frühe Fremdbetreuung mit allen möglichen Wohltaten für das Kind an, wohl wissend, daß das Angebot von der öffentlichen Seite noch ziemlich undurchdacht und wenig überzeugend ist. Die Gefahr der frühen FB besteht in der vorzeitigen Ablösung der Kinder aus der primären Bindungsverhältnissen (Bindung und Loslösung). Erst wenn die Loslösung einigermaßen erfolgreich vonstatten gegangen ist und das Kind ein ausreichend stabiles und ausgewogenenes Selbst entwickelt hat, dann kann es sich ohne innere Not der Betreuung außerhalb des Zuhauses und bei fremden Menschen öffnen. Ist es jedoch noch nicht so weit, dann braucht es unbedingt die sanfte Ablösung (s. gezielter Suchlauf), damit es nicht zu einem Vertrauensbruch zu den Hauptbezugspersonen kommt. Da das Kind dann auch in seiner Selbstentwicklung beschädigt wird, drohen langfristig Risiken für die gesunde psychische und psychosoziale Entwicklung. Mit einer sanften Ablösung wird diese Gefahr weitgehend gebannt. Dazu kommt, daß die frühe FB, zumindet was die öffentlichen Angebote angeht, häufig nicht weit von Kinderverwahranstalten entfernt sind, da der Personalschlüssel viel zu knapp ist und auf die Individualität der einzelnen Kinder wenig eingegangen werden kann. Zumindest in Beutschland sind die Erzieherinnen auf so kleine Kinder gar nicht vorbereitet und kennen sich mit frühkindlicher Pflege nicht genügend aus, es sei denn, sie sind selber Mütter. Auch das Problem der Krankwerdens der Kinder ist zumeist überhaupt nicht gelöst und bis zu 10 Infekte im Jahr sind bei Kindern dieses Alters die Regel, insbesondere wenn so viele Kinder auf kleinem Raum zusammen sind. Das Rivalitätsverhalten der Kleinkinder wird nicht richtig verstanden und die Sauberkeitserziehung unterliegt falschen erzieherischen Ansprüchen. Ich weiß nicht, wie das alles in Frankreich gelöst ist und wünsche mir ganz viele Informationen aus unserem Nachbarland. Vielleicht können sie sich daran beteiligen. Viele Grüße
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