Christiane Schuster

problemlösung soziales verhalten

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Mein Sohn Dominik ist in der 1. Klasse. In der letzten Woche hatten wir den ersten Elternsprechtag und mir standen die Haare zu Berge, nachdem was ich da hören mußte. Dominik ist ein ziemlicher Wildfang (war er schon immer) und schafft es auch im Unterricht nicht 5 Minuten still zu sitzen - ständig spielt er mit irgendwas herum und muß ständig ermahnt werden, sich um die gestellte Aufgabe zu kümmern und nicht um die Zusammensetzung seines Radiergummis o.ä..(kommt aber trotzdem im Unterricht mit) Neuerdings scheint es dann auch noch täglich zu Auseinandersetzungen mit Mitschülern zu kommen, bei denen Dominik dann auch leider oft schubst, oder sogar schlägt. Wenn ich ihn frage, warum er das tut, heißt es nur, daß er es nicht weiß - "das passiert halt" und "die anderen machen das ja auch". Wie reagiere ich am besten darauf? - Jeden Tag diskutieren scheint uns nicht weiterzubringen, Bonuspunkte funktionieren auch nicht...bin so langsam wirklich verzweifelt und würde mich sehr über Ihre Hilfe freuen.

von dominiksmom1 am 04.02.2008, 11:48 Uhr

 

Antwort auf:

problemlösung soziales verhalten

Hallo Ratsuchende
Bieten Sie Ihrem Sohn immer wieder KONKRETE Möglichkeiten an, seinen Unmut gegenüber Mitschülern angemessen zu äußern. Lassen Sie ihn an einer sportlich-orientierten Interessengruppe teilnehmen, damit Sie seinem recht großen Bewegungsdrang gerecht werden können, während er gleichzeitig ein angemessenes Sozialverhalten gezielt lernt ohne auf Anerkennung seiner Persönlichkeit und seines Könnens verzichten zu müssen.
War Dominik schon immer ein sehr unruhiges Kind, das sich nur sehr schwer konzentrieren konnte, sprechen Sie einmal mit dem behandelnden Kinderarzt über sein Verhalten, der dann -wenn erforderlich- einen geeigneten Therapeuten empfehlen wird.

Liebe Grüße und: bis bald?

von Christiane Schuster am 04.02.2008

Antwort auf:

problemlösung soziales verhalten

Hallo, kann es sein, dass Dominik sich evtl. unterlegen fühlt? Stell Dir vor, Du würdest jeden Tag in irgendeiner Weise von deinem Vorgesetzten jeden Tag vor allen Kollegen ermahnt werden, doch bitte dem Unterricht zu folgen.

Der typische Satz wäre dann: Ach typisch, mal wieder..."

Nach wie vielen Vorfällen würde Dir der Kragen platzen? Wann würdest Du anfangen, aggressiv auf die kleinste zu reagieren??

Einen Idealweg gibt es hier leider nicht - vielmehr eine enge Zusammenarbeit zwischen Dir und den Lehrern. Tritt ihnen gegenüber als kooperationswillige und an einer Lösung interessierte Mutter und nicht nur als Forderndes Elternteil auf. Sucht gemeinsam nach einem Weg. Je offener Du mit den Lehrern über das Problem sprichst und ihre Sicht der Dinge und ihren Ansatz für eine Problemlösung erfragst, umso eher werdet Ihr gemeinsam zu einer Lösung gelangen.

Darüber hinaus wäre vllt. ein Umdenken in der Herangehensweise nötig. Anstatt auf das Negative im Tag hinzuarbeiten (also, herausfinden wollen, ob und was evtl. mal wieder schief gelaufen sein könnte), könnten Du und dein Sohn doch einmal nur über die schönen Sachen sprechen. Und dazu gehört auch, dass nicht er wie bei einem Verhör auf der "Anklage-Küchenbank" sitzt, sondern vielleicht auch Du mit deinem Tag anfängst.

Wir Erwachsenen verfügen über einen mehr oder weniger feinen Filter der Dinge und Verhaltensweisen in der Umwelt, die uns evtl. Schwierigkeiten bereiten können. Kinder sind da direkter. Stört sie etwas - stören sie......

Also, Kooperation ist das A und O - mit den Lehrern und deinem Sohn!

LG und AG
AyLe

von AyLe am 04.02.2008

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