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Hib

Der eigenartige Name "Hib" stammt von dem Bakterium, das für die Infektionen verantwortlich ist, dem Haemophilus influenzae Typ b.

Hib gehört zu den gefährlichsten bakteriellen Infektionen überhaupt bei Kindern in den ersten Lebensjahren. Bei ihnen kann der Hib-Erreger schwere Erkrankungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich auslösen und zu lebensbedrohlichen Komplikationen wie eitriger Hirnhautentzündung (Meningitits) und Kehldeckelentzündung (Epiglottitis) führen. Jedes Jahr sterben weltweit etwa 370.000 Kinder unter 5 Jahren an den Folgen von Hib!

Bei älteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen verläuft die Infektion meistens harmlos mit den Anzeichen eines leichten grippalen Infekts. Seit 1990 gibt es eine sehr gut verträglich Schutzimpfung, die für Kinder bis zum 5. Lebensjahr in jedem Fall empfohlen wird.

Ansteckung mit Hib

Die Hib-Bakterien leben in den Schleimhäuten von infizierten Personen, vor allem im Nasenraum und Rachenraum. Von dort aus verbreiten sie sich durch Tröpfcheninfektion beim Husten oder Niesen. Die Inkubationszeit beträgt nur etwa zwei bis fünf Tage. Ob es aber überhaupt zu einem Ausbruch der Krankheit kommt, hängt von der Menge der übertragenen Bakterien ab und ob der Körper schon vorher geschwächt war. Auch Menschen, bei denen die Krankheit nicht ausbricht, können aber über längere Zeit ansteckend sein.

Symptome bei einer Hib-Infektion

- Erkältungssymptome
- Bei Hirnhautentzündung: hohes Fieber, Erbrechen, Kopfschmerzen, steifen Nacken
- Bei Kehldeckelentzündung: hohes Fieber, Schluckbeschwerden, kloßige Sprache, ausgeprägte Atemnot

Verlauf von Hib

Die Krankheit beginnt als allgemeiner fieberhafter Infekt des Nasenrachenraums. Im weiteren Verlauf kann sich daraus eine Mittelohrentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung, eine akute Bronchitis oder auch eine Lungenentzündung entwickeln. Während die Erkrankung bei Jungendlichen und Erwachsenen meistens völlig harmlos verläuft, treten bei kleineren Kindern und Säuglingen häufig gefährliche Folgeinfektionen auf. Diese sind vor allem eitrige Hirnhautentzündung (Meningitis), Blutvergiftung (Sepsis) und Kehldeckelentzündung (Epiglottitis).

Komplikationen bei Hib

Gefährliche Komplikationen sind vor allem die eitrige Hirnhautentzündung (Meningitis), die dauerhafte Schäden des Nervensystems mit körperlicher und geistiger Behinderung mit sich bringen kann, und die Kehldeckelentzündung (Epiglottitis), die zum Erstickungstod führen kann.

Vor Einführung der Impfung in Deutschland war Hib der häufigste Auslöser für Hirnhautentzündung bei Kindern überhaupt. Etwa 2000 Kinder jährlich erlitten eine dauerhafte Behinderung durch eine schwere Hib-Infektion, 200 starben an Komplikationen. Eine beginnende Meningitis zeigt sich durch plötzlich einsetzendes hohes Fieber, Erbrechen, Krämpfe und Apathie. Typisch ist die schmerzhafte "Nackensteifheit", allerdings nur bei Kindern über einem Jahr.

Eine Kehldeckelentzündung (Epiglottitis) beginnt mit hohem Fieber, starken Halsschmerzen und Schluckbeschwerden. In der Folge schwillt der Kehldeckel oft lebensbedrohlich an und der kleine Patient droht zu ersticken. Weitere schwere Folgen von Hib können eine Sepsis ("Blutvergiftung"), Abszess, Knochenentzündung oder eine Herzinnenhautentzündung (Endokarditis) sein.

Behandlung von Hib

Entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung einer schweren Hib-Infektion ist vor allem der Zeitpunkt! Bei einer beginnenden Hirnhautentzündung muss so schnell wie möglich mit einer gezielten Antibiotika-Therapie angefangen werden. Trotzdem kommt die Behandlung nicht selten zu spät. Deshalb kontaktieren Sie bitte bei Verdacht so schnell wie möglich Ihren Kinderarzt!

Leichtere Infektionen (Mittelohrentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung und Bronchitis) können mit einem Antibiotikum gut behandelt werden.

Vorsorge bzw. Impfung bei Hib

Der beste Schutz ist die Impfung ab dem dritten Lebensmonat im Rahmen der empfohlenen 6-fach-Impfung. Die frühe Impfung ist hier besonders wichtig, da vor allem junge Säuglinge schwer an Hirnhautentzündung (Meningitis) erkranken und eine Ansteckung jederzeit und überall möglich ist.

Hib in der Schwangerschaft

Schwangere, die nicht gegen Hib geimpft sind und mit einem Erkrankten sehr engen Kontakt hatten, können vorbeugend mit einem Antibiotikum (Ceftriaxon) behandelt werden.

Eine Impfung wird aber generell bei Erwachsenen nicht mehr empfohlen, weil die Krankheit bei ihnen normalerweise völlig harmlos verläuft.

Wenn Sie allgemeine Fragen zu diesem Thema haben, können Sie diese gern im kinderärztlichen Forum von Kinderarzt Dr. Busse stellen.

Bitte bedenken Sie: Die Gesundheits-Tipps von Rund-ums-Baby sollen Ihnen als Orientierungshilfe dienen. Die individuelle Beratung durch einen Arzt oder andere Fachleute können sie jedoch selbstverständlich nicht ersetzen.

 
von Maxi Christina Gohlke


   


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