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Scharlach

Bei Scharlach handelt es sich um eine bakterielle Infektion mit Streptokokken. Nachdem es verschiedene Bakterientypen gibt, die diese Krankheit auslösen können, ist es durchaus möglich, dass man sie mehrmals im Leben durchmacht. Scharlach tritt gehäuft im Winter und im Frühjahr auf vor allem bei Personen, die auf engem Raum zusammenleben wie in Kindergärten, Schulen oder in der Familie. Die meisten Kinder bekommen Scharlach im Grundschulalter. Dabei sorgt diese Krankheit regelmäßig für leere Klassenzimmer, weil sie ausgesprochen ansteckend ist. Typische Anzeichen von Scharlach sind ein samtartiger Hautausschlag, starke Halsschmerzen und eine rote Himbeerzunge. Die Infektion kann sehr gut mit Antibiotika behandelt werden, was auch ratsam ist, weil sie sonst sehr schwer verlaufen kann und häufig Komplikationen mit sich bringt.

Ansteckung mit Scharlach

Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion beim Husten oder Niesen oder auch über verunreinigte Gegenstände (Spielzeug, Besteck). Dabei dringen die Bakterien in den Nasen-Rachen-Raum ein und setzen dort ein Gift frei, das für die Krankheitssymptome verantwortlich ist. Nach der Ansteckung dauert es nur 2 bis 4 Tage bis die Krankheit ausbricht (Inkubationszeit). Wird das Kind mit Antibiotika behandelt, ist es schon 24 Stunden nach der ersten Einnahme nicht mehr ansteckend und darf - wenn es sich gesund fühlt - wieder den Kindergarten bzw. die Schule besuchen. Ohne Antibiotika besteht eine Ansteckungsgefahr bis zum Verschwinden der letzten Symptome, also etwa 3 Wochen.

Symptome von Scharlach

- Halsschmerzen
- Hohes Fieber
- Grippeähnliche Symptome
- Geschwollene Lymphknoten
- Himbeerzunge
- Hautausschlag

Verlauf von Scharlach

Die Erkrankung beginnt sehr plötzlich mit hohem Fieber, Halsschmerzen und Schluckbeschwerden. Die Schleimhäute und die Lymphknoten schwellen an, Erbrechen, Husten und Schnupfen können hinzukommen. Der Rachen ist rot und die Zunge ist zunächst weiß belegt und nimmt dann eine scharlachrote Farbe ("Himbeerzunge") an. Nach zwei bis drei Tagen tritt der samtartige Ausschlag zunächst am Brustkorb auf, später breitet er sich über den ganzen Körper aus und ist besonders in der Leistengegend sehr intensiv. Mund und Kinn sind nicht betroffen und erscheinen dagegen auffallend blass ("Milchbart"). Die Intensität des Ausschlages ist sehr unterschiedlich, bei manchen ist er stark ausgeprägt, andere haben fast gar keinen Ausschlag. Nach wenigen Tagen verschwindet der Hautausschlag und später beginnt die Haut, sich zu schälen, insbesondere an Händen und Füßen. Scharlach kann sehr schwer verlaufen mit hohem Fieber und starken Schmerzen, es ist aber genauso gut möglich, dass der kleine Patient nur leichte Halsschmerzen ohne Fieber hat.

Komplikationen bei Scharlach

Im Allgemeinen verläuft die Krankheit, wenn sie mit Antibiotika behandelt wird, ohne Komplikationen. Wenn sie aber nicht rechtzeitig erkannt oder verschleppt wird, kommt es relativ häufig zu Mittelohrentzündung, manchmal auch zu Nierenentzündung. Eine besonders gefürchtete Komplikation ist das Rheumatische Fieber, das Schäden an Herz und Nieren verursachen kann.

Behandlung von Scharlach

Scharlach wird mit Antibiotika behandelt, meistens Penicillin, daher sollten Sie auf jeden Fall den Kinderarzt aufsuchen. Er kann anhand eines Schnelltests feststellen, ob es sich wirklich um Scharlach oder um eine gewöhnliche Mandelentzündung handelt. In der Regel dauert die Behandlung 10 Tage und die Kinder sind meist nach 24 bis 48 Stunden wieder beschwerdefrei. Halten Sie sich bitte auf jeden Fall an die vorgesehene Dauer und Dosierung, selbst wenn Ihr Kind keine Beschwerden mehr hat. Wenn das Antibiotikum zu früh absetzt wird, drohen schwere Folgeerkrankungen wie das Rheumatische Fieber.

Solange Ihr Kind Fieber hat, sollte es im Bett bleiben. Zäpfchen oder Säfte mit Paracetamol helfen gleichzeitig gegen das Fieber und die Schmerzen. Halswickel oder Tee zum Gurgeln lindern ebenfalls die Halsschmerzen. Lassen Sie Ihr Kind viel trinken, damit der Schleim abgehustet werden kann. Bei Schluckbeschwerden bieten sich zum Essen weiche, breiartige Speisen an. Gegen nächtliche Hustenanfälle hilft ein kühles und feuchtes Raumklima.

Ist die Krankheit überstanden, sollten Sie mit Ihrem Kind noch einmal zum Arzt gehen, um Folgeerkrankungen auszuschließen.

Vorbeugung/Schutz vor Scharlach

Es gibt keine wirksame Schutzimpfung gegen A-Streptokokken. Zur Vorbeugung kann man lediglich den direkten Kontakt mit an Scharlach erkrankten Personen vermeiden.

Scharlach in der Schwangerschaft

Eine Scharlach-Erkrankung während der Schwangerschaft hat in der Regel keine Folgen für das Ungeborene, kann aber für die Schwangere selbst gefährlich werden. Bei einer unbehandelten Infektion drohen Folgeerkrankungen wie Lungen-, Nieren- und Herzmuskelentzündung. Deshalb sollten Sie bei Verdacht auf Scharlach bitte unbedingt den Arzt aufsuchen, damit er Ihnen ein geeignetes Antibiotikum verschreibt, das für das Baby ungefährlich ist.

Wenn Sie allgemeine Fragen zu diesem Thema haben, können Sie diese gern im kinderärztlichen Forum von Kinderarzt Dr. Busse stellen.

Bitte bedenken Sie: Die Gesundheits-Tipps von Rund-ums-Baby sollen Ihnen als Orientierungshilfe dienen. Die individuelle Beratung durch einen Arzt oder andere Fachleute können sie jedoch selbstverständlich nicht ersetzen.


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