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Bronchitis und Husten

Bronchitis und Husten

Eine Entzündung der Bronchien - eine Bronchitis - gehört bei Kindern zu den häufigsten Infektionen überhaupt. Hauptsymptom ist ein anfangs trockener, später dann oft schleimiger, zäher Husten. Viele Kinder trifft es mehrmals im Jahr, vor allem in der kalten Jahreszeit, und manche husten gefühlt den ganzen Herbst und Winter hindurch.

Nachts ist das besonders unangenehm, wenn der ständige Hustenreiz den kleinen Patienten und damit auch seine Eltern vom Schlafen abhält. Doch der Husten hat auch einen Sinn: er sorgt dafür, dass der Schleim, der sich in den Atemwegen festgesetzt hat, hinausbefördert wird und die Bronchien gereinigt werden. Den Husten einfach zu unterdrücken, ist also keine geeignete Lösung.

Wie entsteht eine Bronchitis?

Die Bronchien sind Teil der unteren Atemwege. Die Luftröhre teilt sich im Brustkorb zunächst in die zwei Hauptbronchien auf und verzweigt sich dann ähnlich einem Baum oder Strauch zu den Seiten hin in immer weitere, kleinere Bronchialäste. Sie leiten die Atemluft zu den Lungenbläschen, die am Ende dieser Ästchen sitzen. Bei einer Bronchitis entzünden sich meist die größeren Verzweigungen der Bronchien. Bei Babys und Kleinkindern kommt es aber auch zu einer von Viren ausgelösten Infektion der kleinsten Verästelungen, der Bronchiolen. Dann spricht man von einer Bronchiolitis.

Ausgelöst wird eine Bronchitis meist von den typischen Erkältungsviren. Hiervon gibt es etwa 200 verschiedene Stämme - das erklärt, warum es viele Kinder immer und immer wieder erwischt und warum es bisher auch immer noch keine Impfung gegen "Husten und Schnupfen" gibt. Bakterien sind in der Regel nicht die Auslöser der Bronchitis, setzen sich aber bei bereits geschwächtem Immunsystem gern noch auf die Virusinfektion "obendrauf" und verschlimmern sie dann zusätzlich. Man spricht dann von einer bakteriellen Super- oder Sekundärinfektion. In diesem - und nur in diesem - Fall ist eine Antibiotika-Therapie sinnvoll. Ansonsten muss man auf Symptom lindernde Mittel zurückgreifen, da gegen die Viren als Krankheitsauslöser an sich leider immer noch "kein Kraut gewachsen ist".

Husten - typisches Symptom bei Bronchitis

Meist beginnt eine Bronchitis mit trockenem, unproduktivem und oft schmerzhaftem Husten, häufig begleitet von weiteren Erkältungssymptomen wie Fieber, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Nach ein paar Tagen beginnt sich der Schleim auf den Bronchien zu lösen. Der trockene Husten geht dann oft in einen feuchten Husten mit Auswurf über.

Wann mit Husten zum Arzt?

Lockert sich der Husten nicht innerhalb von ein paar Tagen oder kommen hohes Fieber oder andere Krankheitssymptome hinzu, sollten Sie mit Ihrem Kind zum Arzt gehen. Außerdem wenn es Probleme beim Atmen hat oder nicht trinken möchte. Mit Säuglingen und Kleinkindern sollten Sie bei fiebrigen Infekten grundsätzlich den Kinderarzt konsultieren. Er kann durch Abhören auch feststellen, ob der Infekt sich auf die Bronchien beschränkt oder vielleicht sogar eine Lungenentzündung vorliegt.

Hat ein Baby oder Kleinkind plötzlich Husten ohne andere Krankheitssymptome, sollten Sie immer auch daran denken, dass es eventuell ein Kleinteil verschluckt bzw. eingeatmet haben könnte.

Sind Hustenstiller sinnvoll?

Das nervigste am Husten ist meist der permanente Hustenreiz. Doch solange die Bronchien verschleimt sind - das kann der Kinderarzt bei der Untersuchung hören - sollte man keine oder zumindest nicht ausschließlich Hustenblocker geben. Unsinnig sind auch Kombiprodukte, die schleimlösend und hustenreizdämpfend zugleich wirken.

Studien haben inzwischen gezeigt, dass die gängigen Hustensäfte aus der Apotheke leider oft gar nicht so gut gegen den Husten helfen. Wirksamer sind oft ganz normale Hausmittel wie z.B. einen Löffel Honig lutschen (das allerdings erst nach dem ersten Geburtstag!) oder Brustwickel machen (z.B. mit Quark oder warmem Schweineschmalz). Gute pflanzliche Wirkstoffe gegen Reizhusten sind Thymian, Efeuextrakt und Eibischwurzel.

Schleimlösende Mittel

werden aus wissenschaftlicher Sicht heutzutage für unnötig oder gar schädlich gehalten, denn sie können die Schleimmenge vermehren und das Kind eher belasten als ihm helfen.

Weitere Tipps bei Husten

Als wichtigste Maßnahme sollten Sie für freie Nasenatmung sogen z.B. mit einem Nasenspray oder Nasentropfen, damit Ihr Kind nicht durch den Mund atmen muss - das trocknet den Hals noch zusätzlich aus und verstärkt den Hustenreiz.

Halten Sie die Umgebungsluft feucht, z.B. mit nassen Handtüchern auf dem Heizkörper und durch regelmäßiges Durchlüften.

Geben Sie Ihrem Kind viel zu trinken, am besten warmen Tee. Das hilft zum einen gegen den Hustenreiz, indem es die Schleimhäute anfeuchtet, und es unterstützt die Schleimlösung, weil es den Schleim verflüssigt.

Wie kann man vorbeugen?

Das Immunsystem muss erst die vielen Erkältungsviren kennenlernen, deshalb sind viele Kinder immer und immer wieder von Schnupfen und Husten. Diese harmlosen Luftwegsinfekte sollte man geduldig ertragen.. Hilfreich ist aber, wenn Sie mit Ihrem Kind auch im Winter viel an die frische Luft gehen und versuchen, trockene, überheizte Räume möglichst zu meiden. Achten Sie auf gesunde Ernährung mit viel Obst und nehmen Sie alle Termine für die Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen wahr. Ganz wichtig: Rauchen Sie nicht in der Nähe Ihres Kindes. Mehr kann man für gute Abwehrkräfte nicht tun. Denn wie gesagt muss sich auch die Immunabwehr Ihres Kindes erst entwickeln, deshalb dauert es einfach seine Zeit, bis die lästige Zeit von Dauererkältung und Dauerhusten vorbei ist.

Sonderformen der Bronchitis

  • Obstruktive Bronchitis (spastische Bronchitis)

    Verengen sich die Bronchien oder verkrampfen, spricht man von einer obstruktiven - also "versperrenden" Bronchitis. Das passiert besonders häufig bei Babys und Kleinkindern. Durch die Schwellung der Schleimhäute und den zähen Schleim wird die Atmung oft soweit erschwert, dass das Kind kaum mehr Luft bekommt. Bei schwerer Atemnot sollten Sie umgehend den Arzt verständigen.

  • Hyperreagibles Bronchialsystem

    Etwa 10 Prozent der Babys und Kleinkinder bis zum zweiten Lebensjahr haben ein sogenanntes "Hyperreagibles Bronchialsystem". Bei ihnen lösen die üblichen Atemwegsinfekte nicht nur den normalen Schnupfen und Husten aus, sondern es kommt zur Verengung der Bronchien ähnlich wie beim Asthma bronchiale. Die Folgen können neben dem trockenen Husten ein pfeifendes Atemgeräusch bei der Ausatmung und Atemnot besonders bei Belastung oder Aufregung sein. In diesem Fall sollten Sie unverzüglich zum Kinderarzt gehen, der mit Medikamenten zum Einnehmen oder Inhalieren die Symptome rasch lindern kann. Je nach Dauer und Häufigkeit der Erkrankung ist es sinnvoll zusätzlich Medikamente zum Einnehmen (Montelukast) oder/und zum Inhalieren (Corticoid) zu nehmen, die die Entzündung an den Bronchien bekämpfen und die eventuell auch über einen längeren Zeitraum vorbeugend eingenommen werden sollen. Bei den meisten Kindern verliert sich die Überempfindlichkeit und das Krankheitsbild bis zum Ende des 2.Lebensjahres. Nur bei wenigen Kindern geht es über in ein Asthma bronchiale.

  • Asthma bronchiale

    Die Symptome und die Behandlung bei Asthma bronchiale sind dieselben wie beim Hyperreagiblen Bronchialsystem. Auslöser der Beschwerden können aber nicht nur Infekte sein. Grundlage ist unter anderem eine genetische Veranlagung und häufig kommen dazu Allergien z.B. gegen Hausstaubmilben, Pollen oder Haustiere (Katze).

  • Krupphusten (Pseudokrupp)

    Pseudokrupp (oder einfach nur "Krupp") wird durch eine Entzündung des Kehlkopfes ausgelöst, der dann oft so stark anschwillt, dass das Kind kaum mehr Luft bekommt. Krupphusten tritt meist sehr plötzlich in den Abend- und Nachtstunden auf. Symptome sind trockener, bellender Reizhusten mit Heiserkeit und Atemnot.

  • Lungenentzündung

    Selten kommt es bei Kindern im Zuge eines Atemwegsinfekts oder auch durch andere Ursachen zu einer Lungenentzündung (Pneumonie). Hier entzünden sich die Lungenbläschen oder das Lungengewebe. Starkes Krankheitsgefühl, hohes Fieber, schnelles, flaches Atmen und Schmerzen in der Brust können darauf hindeuten. Doch nicht immer sind die Symptome eindeutig, deshalb sollten Sie im Zweifel lieber einmal zu viel zum Arzt gehen. Als Vorbeugung besonders wichtig ist die Pneumokkenimpfung ab der 9.Lebenswoche, denn Pneumokokken sind unter anderem auch eine der häufigsten Verursacher schwerer Lungenentzündungen.

von Maxi Christina Gohlke

Zuletzt überarbeitet: September 2015

   

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