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Vorbeugung durch Impfung - für alle empfohlen
Die
Impfung gegen Varizellen wird seit 1. August 2004
von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für
alle Kinder ab dem 12.Lebensmonat empfohlen, und
zwar am besten für einen gemeinsamen Termin
mit der Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln.
Außerdem für alle Jugendlichen, die Windpocken
bisher nicht durchgemacht haben. Wie bisher wird
die Impfung auch weiterhin bestimmten anderen Personengruppen
empfohlen, die die Windpocken noch nicht durchgemacht
haben: u.a. nichtimmunen Frauen mit Kinderwunsch,
Patienten mit Leukämie oder schwerer Neurodermitis
oder vor immunsuppressiver Therapie oder Organtransplantation.
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Was sind Windpocken ?
Die
Windpocken, die durch das Varicella-Zoster-Virus
entstehen, sind eine typische Kinderkrankheit, die
durch bläschenförmigen Hautausschlag gekennzeichnet
ist. Über 90% aller Kinder erkranken bis zum
14. Lebensjahr daran und sind dann für den
Rest ihres Lebens immun. Nach dem Abheilen der Windpocken
verbleiben die Viren in Nervenzellen der Spinalganglien
(Spinalganglien sind Ansammlungen von Nervenzellen).
Lassen die Abwehrkräfte nach, können die
Viren wieder aktiv werden und eine Gürtelrose
auslösen.
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Ansteckung
Windpocken
sind hochansteckend und werden in erster Linie durch
intensiven Kontakt mit erkrankten Personen übertragen.
Auch eine Tröpfcheninfektion ist möglich.
Auch an Gürtelrose erkrankte Menschen können
das Virus übertragen und so andere mit Windpocken
infizieren. Von der Infektion bis zum Ausbruch der
Windpocken können eine bis drei Wochen vergehen,
gewöhnlich beträgt die Inkubationszeit
etwa 14 bis 16 Tage.
Das
Infektionsrisiko beginnt bereits ein bis zwei Tage
vor Erscheinen des Ausschlages und endet etwa an
dem Zeitpunkt, an dem die Krusten abgefallen sind.
Dann können die Kinder auch wieder in den Kindergarten
oder die Schule gehen.
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Krankheitszeichen
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Verlauf
Zu
Beginn der Krankheit leidet das Kind unter leicht
erhöhtem Fieber und Kopfschmerzen. Ein bis
zwei Tage später treten meist am Rumpf die
ersten roten Flecken auf, die sich innerhalb von
Stunden, in mit Flüssigkeit gefüllte,
stark juckende Bläschen verwandeln. Die Bläschen
verkrusten nach und nach und die Krusten fallen
nach ein bis zwei Tagen ab. Der Ausschlag breitet
sich sehr schnell über den ganzen Körper
aus und befällt auch die Kopfhaut sowie die
Mundschleimhaut. Windpocken verlaufen in Schüben,
und so kommen täglich neue rote Flecken zu
bereits verkrusteten Bläschen hinzu. Nach rund
10 Tagen sind alle Krusten abgefallen und es bleiben
nur helle Flecken zurück, die ebenfalls nach
einigen Wochen vollständig verschwinden.
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Mögliche KomplikationenKomplikationen
treten am häufigsten im 1. und nach dem 16. Lebensjahr auf. Dazwischen verläuft die
Krankheit meist harmlos. Es gibt eine große Spannbreite möglicher Komplikationen, die
von bakteriellen Sekundärinfektionen über Lungenentzündung bis zur Gehirnentzündung
reicht. Bei akuten Windpocken können auch aufgekratzte Bläschen zu einer bakteriellen
Hautinfektion führen.
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Behandlung
Ziel
der Behandlung ist es in erster Linie den Juckreiz
zu verhindern, um weiteren Infektionen vorzubeugen
und die Beschwerden des Kindes zu lindern. Ihr Arzt
kann Ihnen spezielle Mittel dagegen verschreiben.
Hat Ihr Kind hohes Fieber, sollten Sie mit dem Arzt
geeignete Mittel zur Fiebersenkung absprechen. Abzuraten
ist von Wadenwickeln, da die Feuchtigkeit und Wärme
den Juckreiz unter dem Wickel verstärkt. Ziehen
Sie Ihrem Kind luftige Kleidung an, denn enge Kleidung
verstärkt den Juckreiz.
Um Ihr Kind vom Aufkratzen der
Bläschen abzuhalten, schneiden Sie am besten die Fingernägel so kurz wie möglich.
Kleinen Kindern können Sie auch leichte Baumwollhandschuhe anziehen.
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Windpocken
in der SchwangerschaftEher selten haben Windpocken in den ersten zwei Dritteln der Schwangerschaft
weitreichende Folgen für das Ungeborene. Auftreten können jedoch Defekte an den Augen
und am Gehirn sowie Hautnarben und Unterentwicklung. Erkrankt eine Schwangere vor dem
5. Tag vor der Entbindung, so erkrankt das Baby entweder gar nicht oder nur leicht.
Infiziert sich eine Frau jedoch ab dem 5. Tag vor der Geburt, erkranken die
Neugeborenen meist schwer. Da jedoch über 93% der Schwangeren gegen Windpocken immun
sind, sind diese Folgen äußerst selten. Es empfiehlt sich dennoch für Frauen mit
Kinderwunsch, ihre Immunität testen zu lassen.
Wenn Sie allgemeine Fragen zu diesem Thema haben, können
Sie diese gern im kinderärztlichen Forum von Kinderarzt Dr. Busse stellen.
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