Beikoststart

Dipl. Ing. (FH) Alina Schwiontek Frage an Dipl. Ing. (FH) Alina Schwiontek Dipl. Ing. (FH) Ernährungs- und Hygiene­technik Zert. Ernährungs­therapeutin QUETHEB e.V. Allerg. Ernährungs­fachkraft DAAB e.V.

Frage: Beikoststart

Hallo, Ich möchte meine Tochter 6 Monate voll stillen und dann mit Brei beginnen. Erst den Gemüse-Kartoffel/Getreide-Brei, dann erst Ei und Fisch einführen, dann irgendwann Fleisch. Darf ein Baby mit 6 Monaten schon Hirse, Hafer, Buchweizen, Quinoa, Ei und Fisch essen?  Ab wann darf ich Mandelmus in den Obst-Getreide-Brei mischen?  Darf ich den Abendbrei auch mal mit Hirsedrink oder Mandeldrink machen oder muss es immer Kuhmilch sein?  Wenn das Baby 1x in der Woche Fisch isst, dann braucht es kein DHA Öl, oder? Ab wann darf Obst, z.B. geriebener Apfel, roh sein? Ist Gerste verträglicher als Weizen? Hat Bio Rote Beete auch hohen Nitratgehalt? Danke und beste Grüße 

von Sonnenblume 1812 am 14.11.2022, 20:15



Antwort auf:

Beikoststart

Hallo, Quinoa und Buchweizen ist für Kinder unter 2 Jahren nicht geeignet. Die anderen Getreidesorten sind möglich, geschmacklich akzeptieren die Kinder gerne Dinkel oder Weizen, auch Reis ist eine Möglichkeit. Kartoffel ist eine sehr gesunde Getreidebeilage. Fisch darf mit sieben bis acht Monaten eingeführt werden. Ei sollte zunächst nur in verpackener Form, in Form von Keksen, Pfannkuchen, Kuchen eingeführt werden. Dies auch mit 7-8 Monaten. Diese Zeitangaben beziehen sich aber darauf, wenn mit der Beikost am ersten Tag des fünften Lebensmonats begonnen wird. Da Sie nun später starten verschiebt sich dies ein wenig nach hinten. Fleisch wäre als Beilage im Mittagsbrei ein Muss. Nach Schwangerschaft und Stillzeit sind bei den Kindern die Eisenreserven oft aufgebraucht. Daher muss Eisen in Form von Fleisch zugeführt werden. Warum soll Weizen nicht verträglich sein? Weizen ist ein gutes Getreide und darf gerne eingeführt werden. Gegen Gerste spricht auch nichts, jedoch werden sie dies sehr schwer im Handel erhalten. Obst purer Form würde ich erst geben, wenn die Beikost gut funktioniert und der Magen-Darm-Trakt an eine feste Nahrung gewöhnt ist. Ich würde dies zum 8 bis 9 Monat nach hinten schieben. Der Abendbrei sollte grundsätzlich mit Kuhmilch zubereitet werden. Hafer- oder andere Pflanzendrinks haben kaum Nährstoffe und sind für eine Kinderernährung nicht geeignet. Ich würde ihnen davon dringend abraten. Durch Milch erhält Ihr Kind ausreichend Calcium, Fett, tierisches Eiweiß. Auch ist die Einführung des Milchbreies eine Prävention für mögliche Allergien. Rote Beete darf gegeben werden. Jedoch nicht täglich und nicht in zu großen Mengen. Mandelmus kann in den Getreideobstbrei gerührt werden. Ernähren Sie ihr Kind ausgewogen mit unterschiedlichem Gemüse, Getreide, Fleisch und Fisch, ist ein spezielles DHA Öl nicht nötig. Verwenden Sie für die Zubereitung der Breie zum Beispiel Rapsöl. Viele Grüße, Alina Schwiontek 

von Dipl. Ing. Schwiontek am 15.11.2022


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