Dr. med. Ludger Nohr

Trennungsangst

Antwort von Dr. med. Ludger Nohr

   

Antwort:

Trennungsangst

Liebe Giokia,
das hört sich schon nach einer Angststörung an, die m.E. auch professioneller Behandlung bedarf.
Die sieht normalerweise so aus, dass man ein Erstgespräch bei einer/m Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten macht (läuft über die sog. Termin-Service-Stellen der Kassenärztlichen Vereinigung. Kennt ihr Kinderarzt.). Wenn man mit der Person klarkommt und die Platz hat, gibt es einige Test- und Probestunden, die zur Diagnosestellung wichtig sind, aber auch nochmal die Möglichkeit geben zu sehen, ob die Chemie stimmt. Das ist deshalb wichtig, weil doch sehr persönliche Dinge in den Elterngesprächen besprochen werden und man da ausreichendes Vertrauen braucht. Dann findet je nach Therapieform 1-2 Stunden pro Woche (!) statt und alle 3-4 Wochen ein Elterngespräch. Diese Intensität ist wichtig, um eine ausreichend gute Beziehung zur Therapeutin herzustellen, was ein wesentlicher Wirkfaktor in der Therapie ist. Die Elterngespräche sind besonders wichtig, weil Sie weitaus mehr Zeit mit Ihrem Kind verbringen (und Wirkung haben), als der/die Therapeutin.
Dann muß man sich auch etwas gedulden, denn Veränderungen brauchen Zeit, auch wenn die Therapie in o.g. Form läuft.
Das würde ich baldmöglichst einleiten, da seelische Probleme auch dazu neigen, sich mit der Zeit zu verfestigen. Und es ist je nachdem wo Sie wohnen, gar nicht so leicht, den geeigneten Therapieplatz zu finden.
Viel Erfolg.
Dr.Ludger Nohr

von Dr. med. Ludger Nohr am 03.09.2019

 
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